Werdohler Schützen wollen Vogelschießen auf Großleinwand übertragen

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Nicht von überall hat man beim Vogelschießen des Werdohler Schützenvereins einen so guten Blick auf die Vogelstangen.

Werdohl – Der Werdohler Schützenverein (WSV) möchte sein Vogelschießen auf eine Großleinwand übertragen, um das Ringen um die Königskette für möglichst viele Zuschauer sichtbar zu machen.

„Die Idee dazu hatten wir schon vor längerer Zeit“, erzählt der Vorsitzende und Oberst Andreas Schreiber. Als es mal wieder länger gedauert habe mit dem Schießen auf den hölzernen Vogel, sei jemand auf die Idee gekommen, man könne das Geschehen doch auch filmen und per Funk live auf eine Leinwand im Festzelt übertragen. 

Was zunächst wie eine Schnapsidee klang, haben die Verantwortlichen des Vereins dann aber ernsthaft weiterverfolgt. Denn der Vorschlag hat ja auch durchaus Charme: „Bei schlechtem Wetter zum Beispiel sollen uns die Leute ja auch nicht wegrennen“, nennt Schreiber einen Grund für eine Live-Schaltung unter die Vogelstangen an der Lennepromenade. 

Der eigentliche Grund, sich mit dem Thema intensiv auseinandersetzen, ist aber ein anderer. Auf dem schmalen, aber sehr breiten Schießplatz hat man nicht von überall gute Sicht auf die Vogelstangen und den Schießstand. „Das möchten wir gerne ändern und durch die Videoübertragung auf Leinwand das Schießen für deutlich mehr Interessierte zugänglich machen“, erklärt Schreiber. 

Die Kosten für ein solches Vorhaben hat der WSV-Vorstand bereits ermittelt: Rund 2500 Euro müsste der Schützenverein einmalig investieren. „Am teuersten wäre natürlich der lichtstarke Beamer, der mindestens 5000 Lumen haben müsste, um auch draußen ein gutes Bild auf die Leinwand zu bringen“, hat der Vorsitzende herausgefunden. Denn bei gutem Wetter soll die Leinwand durchaus draußen stehen und nicht im Festzelt. 

Benötigt würden auch aber natürlich auch eine Funkkamera, ein großes Stativ und nicht zuletzt eben eine Leinwand, die groß genug ist, dass viele Leute darauf etwas erkennen können. Mit rund 2500 Euro hat der Vorstand die Kosten für diese Anschaffungen kalkuliert. Zusatzoptionen könnten eine Actionkamera direkt im Kugelfang oder die Übertragung auf weitere Endgeräte sein. Das sei aber zunächst nicht vorgesehen, sagte Andreas Schreiber. „Unser Ziel ist es, das Projekt in diesem Jahr zu realisieren“, steckt der Vorsitzende den Zeitplan der Schützen ab. 

Um das zu erreichen, beteiligt sich der WSV an einem Wettbewerb der Bausparkasse LBS. Die lobt für pfiffige Ideen, die einen Verein, eine Stadt oder eine Region voranbringen könnten, Geldpreise von insgesamt 90 000 Euro. Einzelne Projekte können mit bis zu 5000 Euro gefördert werden. Ob und wie viel Geld jedes der angemeldeten Projekte erhält, hängt davon ab, wie viele Stimmen es bei einer Online-Abstimmung erhält. „Bei ausreichend Stimmen könnten also die gesamten Kosten gedeckt sein“, hofft Andreas Schreiber auf Zustimmung der Netzgemeinde. 

Um die zu erlangen, ist der WSV in den vergangenen Tagen in die Offensive gegangen. „Wir haben den Abstimmungslink an unsere Kompanien verteilt und auch befreundete Vereine angeschrieben und um ihre Stimmen gebeten.“ Und nicht zuletzt hoffen die Schützen auch auf Stimmen aus der Werdohler Bevölkerung, die durch die Video-Übertragung natürlich die Möglichkeit hätte, das Vogelschießen besser zu verfolgen. Noch bis zum 23. April kann jeder, der mindestens 16 Jahre alt ist, für das WSV-Projekt abstimmen.

Hier können Sie abstimmen:

Für das WSV-Projekt abstimmen kann man über folgenden Link: www.tinyurl.com/Video-WSV.

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