Lockerung der Regeln?

Werdohler Schützenverein: So geht es weiter mit dem Königsschießen

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Beim Königsschießen des WSV im vergangenen Jahr gab es mit Thomas Reiche aus der zweiten Kompanie nur einen Königsanwärter.

Werdohl - Es bleibt alles, wie es immer war beim Werdohler Schützenverein (WSV). Auch im zweiten Anlauf scheiterten am Dienstag im Restaurant Vier Jahreszeiten Bestrebungen, das Ringen um die Königswürde nach nicht mehr ganz so starren Regeln ablaufen zu lassen.

80 Schützen waren zur Frühjahrsversammlung gekommen. Auf Wunsch stimmten diese nicht offen, sondern schriftlich ab. Der Antrag von Torsten Stegemann, das Schießen um die Königswürde immer für die drei der vier Kompanien freizugeben, die im Vorjahr nicht den Regenten stellten, erhielt am Ende der zweieinhalbstündigen Versammlung 19 Ja- und 57 Nein-Stimmen. 

Der Antrag von Udo Müller, das Schießen für je zwei von vier Kompanien freizugeben, bekam 3 Ja- und 72 Nein-Stimmen. So schießt in diesem Jahr allein die 4. Kompanie den König aus, die 2019 ohnehin planmäßig an der Reihe gewesen wäre. 

Posten des 2. Geschäftsführers bleibt unbesetzt

Zuvor war der WSV auch damit gescheitert, einen neuen 2. Geschäftsführer zu wählen, weil Kandidaten fehlten. Der bisherige Amtsinhaber Detlef Heinz, der sich auf eigenen Wunsch nicht mehr zur Wahl stellte, wurde nach acht Jahren mit stehenden Ovationen verabschiedet. Da aber Geschäftsführer Thomas Reiche derzeit auch noch WSV-König ist, wurde Heinz umgehend zum Vorstandsoffizier berufen und führt die Geschäfte des Vereins so noch bis zum Ende des 189. Schützenfestes, welches vom 5. bis zum 8. Juli stattfindet, kommissarisch weiter. 

Als Vorsitzender Andreas Schreiber zu den beiden schon im Vorfeld lang diskutierten Anträgen zum Vogelschießen kam, meldete sich auch Ex-Regent Martin Pache zu Wort: Gemäß Gleichstellungsgesetz müssten beide Anträge ohnehin abgelehnt werden, da in diesen nur von männlichen Schützen die Rede sei. Das entspreche zwar der gelebten Tradition, sei aber nicht zulässig und bisher auch nicht schriftlich festgehalten. Gleiches gelte für die Regel, dass der König nicht seine eigene Frau zur Mitregentin berufen darf

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