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Werdohler Schützen bieten Alternative zum Schützenfest

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Von: Volker Griese

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Beim virtuellen Vogelschießen nehmen die Werdohler Schützen diesen Vogel ins Visier. (Für Vollansicht oben rechts klicken!)
Beim virtuellen Vogelschießen nehmen die Werdohler Schützen diesen Vogel ins Visier. (Für Vollansicht oben rechts klicken!) © WSV

Wegen der Corona-Pandemie verzichten die Werdohler Schützen auch in diesem Jahr noch einmal auf ihres Jahres-Highlight. Ganz ohne Schützenfeststimmung muss das erste Juli-Wochenende aber dennoch nicht über die Bühne gehen. Der WSV-Vorstand hat vorgesorgt.

Werdohl ‒ Zum zweiten Mal nach 2020 hat der Werdohler Schützenfest wegen der Corona-Pandemie sein Schützenfest absagen müssen. Es hätte eigentlich am Wochenende vom 2. bis 5. Juli stattfinden sollen. Wegen der Einschränkungen, die die Pandemie mit sich bringt, verzichtet der Werdohler Schützenfest (WSV) aber noch einmal. „Die Möglichkeit schöne Feste und tolle Partys zu feiern rückt immer näher, ist aber einfach noch nicht da“, sagt Oberst Andreas Schreiber.

Der Vorstand hat sich allerdings eine Alternative überlegt und ruft die Bevölkerung auf, „Flagge zu zeigen“, also am nächsten Wochenende die grün-weißen Fahnen und Wimpel aufzuhängen. Der Verein wird es genauso machen und stellvertretend für alle Mitglieder mit Vorstand, Majestäten und Hofstaat am Freitagabend die Flaggenhissung am Ehrenmal in der Stadtmitte durchführen.

„Wir rufen die Mitglieder dazu auf, allen zu zeigen, wie Schützenfest zuhause gefeiert wird“, möchte der WSV nach Worten seines Oberst das Internet mit Fotos und Videos von kleinen Feiern im häuslichen Rahmen fluten. Er ruft die Werdohler dazu auf, das Bildmaterial auf der WSV-Facebookseite (www.facebook.com/werdohlersv) zu posten.

Der Verein unterstützt wieder diese kleinen Schützenfest-Partys mit kostenlosen Six-Packs Bier oder Radler (auch in alkoholfreien Varianten), die am Samstag, 3. Juli, zwischen 11 und 16 Uhr auf der Stadtspange und im angrenzenden Bereich des Parkplatzes an der Goethestraße verteilt werden – natürlich unter Bedingungen, die vor einer möglichen Ansteckung mit dem Coronavirus schützen, wie Oberst Schreiber betont. „Alle Mitglieder werden sowohl für die Feststellung ihrer Mitgliedschaft als auch zum Eigenschutz namentlich erfasst. Im Bedarfsfall muss sich ein Mitglied ausweisen können“, beschreibt er, wie das Prozedere ablaufen soll. Weitere Regeln würden entsprechend des dann geltenden Standards noch einmal vor Ort bekannt gemacht. „Aber auf jeden Fall bitten wir, bei der Abholung der Six-Packs aufgrund möglicher Unterschreitung von Mindestabständen eine geeignete Mund-Nase-Bedeckung zu tragen“, sagt Schreiber.

Auch ein virtuelles Königsschießen, das im vergangenen Jahr Premiere hatte, wird es wieder geben. Es wird in diesem Jahr aber schon am Sonntag, 4. Juli, durchgeführt. Zu gewinnen sind Sachpreise und Gutscheine. Hauptpreis für den Sieger ist neben einem entsprechenden Shirt ein Grillparty-Gutschein mit einem Fass Bier.

„Bei diesem virtuellen Schießen sind vorab Trefferkoordinaten zu benennen ähnlich wie beim Spiele-Klassiker Schiffe versenken“, erklärt Schreiber. Ein Raster mkit 20 mal 20 gleichgroßen quadratischen Kästchen ist über das Bild des Schützenvogels gelegt. Links oben beginnt die Bezeichnung der Kästchen mit A1, A2, A3 und so weiter nach rechts, die nächste Reihe beginnt dann mit B1, B2, B3. „Das Raster endet schließlich ganz in der untersten Reihe ganz rechts mit dem Kästchen T20“, erläutert Schreiber, der betont, dass wirklich jedes Mitglied mitmachen kann, egal, ob männlich oder weiblich, egal, wie alt und auch egal, ob Mitglied in einer Kompanie oder nicht.

Jedes Mitglied hat die Möglichkeit, noch bis Freitag, 2. Juli, 18 Uhr, zehn mögliche „Schüsse“ (Trefferkoordinaten) per E-Mail (a.schreiber@werdohlersv.de), Post oder persönlich bei Oberst Andreas Schreiber (Am Höltchen 48, 58791 Werdohl) einzureichen.

Es gelten die gleichen Regeln wie im Vorjahr: Es gilt wieder, die vorab festgelegten 41 Treffermöglichkeiten für die Insignien und den Rumpf zu platzieren, alle anderen „Schüsse“ gehen daneben. Die „Schussabgabe“ erfolgt jeweils mit einer Koordinate in der Reihenfolge des Zugangs der eingereichten „Schusslisten“ (Liste der zehn Koordinaten). Wer das jeweils letzte zugeordnete Trefferfeld einer Insignie oder des Rumpfes als erster trifft „versenkt“ dieses jeweilige Ziel. Eine Anpassung der Regeln erfolgt ausschließlich, sollte der weitere Verlauf des Wettbewerbes nicht erfolgen können.

Eröffnet wird das virtuelle Schießen in diesem Jahr durch Bürgermeister Andreas Späinghaus. Den ersten Schuss für den Verein wird Volker Brahmsiepen abgeben, der nicht nur amtierender Schützenkönig ist, sondern im vergangenen Jahr auch das virtuelle Schießen gewonnen hat.

„Den Wettbewerb werden wir am Sonntag, 4. Juli, ab 12 Uhr wieder live über Facebook als Ticker präsentieren“, erklärt Schreiber weiter.

Auch die III. Kompanie des WSV hat sich ein Altertivangebot zum Schützenfest einfallen lassen.

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