Schützenchef Andreas Schreiber wiedergewählt

Andreas Schreiber und Dieter Pries wurden in ihren Ämtern bestätigt.

WERDOHL ▪ Ein Danke und ein Tschüss: „Ich hatte beide Reden vorbereitet“, sagte der 1. Vorsitzende des Werdohler Schützenvereins, Andreas Schreiber. Seine Abschiedsrede musste der Oberst allerdings nicht halten. Die Gefolgschaft verweigerten ihm die Werdohler Schützen nicht.

Am Freitagabend bestätigten ihn die 71 Teilnehmer der Frühjahrsversammlung im Restaurant „Vier Jahreszeiten“ in einem schriftlich vollzogenen Wahlgang für eine weitere Amtszeit.

Auf Schreiber entfielen 65 Ja- und vier Nein-Stimmen. Zwei weitere Stimmzettel waren entweder ungültig oder zeigten eine Enthaltung an. Auch der 1. Schriftführer Dieter Pries wird sein Amt bis 2017 weiterführen. Bei seiner Wiederwahl standen 49 Ja-Stimmen einem negativen Votum von 19 Nein-Stimmen gegenüber. Die dritte Personalie wollte Versammlungsleiter Andreas Schreiber per Hand abstimmen lassen, „wenn nicht ein Teilnehmer etwas anderes verlangt“. Einer aus dem Saal wollte und so mussten die Stimmzettel ein weiteres Mal verteilt werden. Mit Michael Schürmann oder Volker Bramsiepen suchten die Schützen einen 2. Kassenprüfer, der diese Aufgabe bis 2015 ausführt und Manfred Bauer ersetzt, der nicht mehr antreten durfte. Am Ende setzte sich Volker Bramsiepen mit 36 zu 25 Ja-Stimmen durch. Der Vorstand durfte bei diesem Wahlgang nicht abstimmen, was zu einem kleinen Eklat führte. In einem ersten Wahlgang zählten die Wahlhelfer nämlich eine Stimme zu viel. So brauchte es vier Wahlgänge, um alle Positionen zu besetzen. Andreas Schreiber wünschte allen Gewählten viel Erfolg bei der Ausübung ihrer Arbeit.

Zuvor hatte der Oberst in seinem Bericht mit dem verschärften Nichtraucherschutz und der neuen Beschaffenheit des Schützenvogels die wichtigsten Themen angesprochen.

Letzteres nannte der Vorsitzende einen „Frontalangriff der Bürokratie auf das traditionelle Schützenwesen“. Per amtlicher Verordnung müsse der Vogel „trotz jetzt immerhin auf vier Zentimeter erhöhter Stärke als extrem magersüchtig angesehen werden“. In den vergangenen Monaten haben die Schützen mehrere Alternativen geprüft; auch ein zukünftiges Schießen mit Großkaliber war angedacht. Angesichts der zu erwartenden Kosten für Standumbau, neue Waffen und eine um ein Vielfaches teurere Munition haben die Schützen diese Alternative allerdings verworfen. „Wir haben uns somit auf die Materialstärke konzentriert und Probe-Beschüsse durchgeführt“, so Andreas Schreiber.

Optimales Holz gesucht

Das Ergebnis dieser Probeläufe dokumentierte Markus Bauer, der stellvertretend für Udo Müller den Bericht des Sportleiters hielt. Er zeigte ein von Kugeln durchsieptes Stück Holz in der nun geforderten Materialstärke. „In den nächsten Wochen kommt es darauf an, dass wir das optimale Holz und die passende Verarbeitung für unseren Schützenvogel finden“, so Bauer. In seinem Bericht nannte er auch mit 18300 die Gesamtzahl der im vergangenen Jahr abgegebenen Schüsse. Mit jeweils 5500 Schüssen lagen die 2. und die 4. Kompanie vorn.

Bevölkerung begeistern

Neben dem Schützenfest, das vom 5. bis 8. Juli stattfinden wird, wies Oberst Andreas Schreiber noch auf zwei weitere Termine hin. Am Mittwoch, 29. Mai, wird es in der Gaststätte Spiegel einen Schützenstammtisch geben. Thema: „Wie kann ich die Vereinsmitglieder und die Bevölkerung wieder für die Tradition des Schützenwesens begeistern?“ Im kommenden Jahr ist im Festsaal Riesei zudem eine Großveranstaltung geplant. Das noch vorläufige Party-Motto lautet „Schneegestöber - wo gestreut ist, kann getanzt werden“. - Jari Wieschmann

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