Werdohler Schüler vertritt seinen SPD-Landtagsabgeordneten

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Der 16-jährige Metehan Ugurlu traf sich gestern mit dem SPD-Landtagsabgeordneten Michael Scheffler, bevor er als Mitglied des dreitägigen Jugendparlaments nach Düsseldorf aufbrach.

Werdohl - Auf den letzten Drücker von der Warteliste in den Düsseldorfer Landtag: Der 16-jährige Werdohler Metehan Ugurlu vertritt seit Donnerstag bis Samstag den SPD-Abgeordneten Michael Scheffler.

Bei dem aus Iserlohn stammenden Abgeordneten Michael Scheffler hatte es im Vorfeld eine Menge Bewerbungen um einen Platz im Jugend-Landtag gegeben. Trotz allgemeiner Politikmüdigkeit ist das Interesse bei den 16- bis 20-Jährigen groß, einen der insgesamt 237 Abgeordneten des Landesparlaments für drei Tage im Spiel zu vertreten. Scheffler: „Ich hatte allerhand Bewerber, die unterschiedlichen Alters, aber gleicher Qualifikation waren.“ 

Weil ihm eine Auswahl nicht gerecht erschien, verloste er seinen Vertreter-Platz im Jugendparlament. Der auf diese Art Ausgewählte musste ganz kurzfristig vorher absagen, Scheffler blickte in seine Warteliste und rief bei Familie Ugurlu in Werdohl an. So erfuhr der 16-Jährige, der das Altenaer Burggymnasium besucht, erst vor knapp einer Woche von seiner Reise in die Landeshauptstadt.

Am Donnerstag trafen sich die beiden im Werdohler Bahnhof, am Nachmittag fuhr Metehan ins Parlament. „Ich bin generell eher links eingestellt“, ist sich der Schüler seiner politischen Einstellung vollkommen sicher. Sein politisches Interesse sei bei der letzten Bundestagswahl erwacht, da war er noch nicht einmal 14 Jahre alt. „Da habe ich angefangen, Nachrichten zu schauen und mich zu informieren“, erzählt Metehan. 

Dass es jetzt mit dem Landtag klappt, freut ihn ganz besonders: „Ich wollte sowieso sehr gerne ein Praktikum im Landtag machen.“ In Düsseldorf wird drei Tage lang die große Politik nachgespielt. Die Jugendlichen bilden Fraktionen, benennen Sprecher, bestimmen einen Landtagspräsidenten, diskutieren über Gesetzesentwürfe und treffen Entscheidungen. 

Für ein Rahmenprogramm zum Kennenlernen ist natürlich auch gesorgt, politische Vernetzung ist wichtig. Metehan kam übrigens durch seine Cousine an die Bewerbung. Sie hatte von dem Angebot in dieser Zeitung gelesen und ihren politisch interessierten Verwandten auf den Jugend-Landtag aufmerksam gemacht.

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