Werdohler sammeln Ideen für den Westpark am Lenneufer

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Anne Behlau und Jens Cüppers von steg NRW sammelten am Montagabend im Rahmen des Workshops die Ideen der Bürger. 

WERDOHl - Ein Bootsverleih, Sitzelemente mit Lenneblick, ein Beachvolleyballfeld, Grillmöglichkeiten oder ein naturnaher Kinderspielplatz: Die Ideen der Bürger für die Gestaltung des Uferbereiches der Lenne entlang der Dammstraße und des ehemaligen Schützenplatzes sind mannigfaltig.

Zahlreiche gelbe blaue und grüne Zettel beschrifteten die etwa 30 Werdohler, die am Montagabend zur Ideenwerkstatt ins Restaurant Vier Jahreszeiten gekommen waren, mit ihren Wünschen für das Areal.

Anhand von Plänen und Bildern entwickelte sich schnell eine rege Diskussion zwischen den Bürgern, die der Einladung gefolgt waren, und den beauftragten Planern der steg NRW und der arbos Freiraumplanung GmbH.

Der Westpark ist eingebunden in das Regionale 2013 Projekt „Lenneschiene“. Die Realisierung wird aus Fördermitteln im Rahmen des Stadtumbaus finanziert. Nach Angaben von Bürgermeister Siegfried Griebsch stehen etwa 300 000 Euro zur Verfügung. Der städtische Eigenanteil beträgt 60 000 Euro.

Im Vorfeld des Workshops am Montag hatten Vertreter der Stadtverwaltung Gespräche mit der oberen und unteren Wasserbehörde geführt. Schließlich müssen die Belange des Umwelt- und Hochwasserschutzes im Rahmen der Planungen berücksichtigt werden. „Wir dürfen dem Fluss keinen Rückhalteraum entziehen. Der Fluss braucht seien Platz“, erklärte Peter Köster von der arbos Freiraumplanung GmbH.

Bürgermeister Siegfried Griebsch zeigte sich begeistert, dass so viele Werdohler der Einladung gefolgt waren. „Schließlich soll der Westpark in erster Linie den Werdohlern zu Gute kommen. Deshalb ist es so wichtig, die Bürger an den Planungen zu beteiligen“, erklärte das Stadtoberhaupt. Der erste Bürger der Stadt an Lenne und Verse betonte, dass die Teilnahme Werdohls am Stärkungspakt Stadtfinanzen und der Stadtumbau zwei Seiten einer Medaille seien. „Durch die Teilnahme am Stärkungspakt wollen wir unseren Haushalt in Ordnung bringen. Mit den Projekten des Stadtumbaus wollen wir die Folgen des demografischen Wandels und die des Strukturwandels in der Stadt bewältigen“, so Griebsch. Das Stadtoberhaupt würde sich über Sitzstufen sowie über eine schöne Außengastronomie freuen. „Es sollte bei den Planungen darauf geachtet werden, eine vernünftige Infrastruktur für Veranstaltungen zu schaffen, wie beispielsweise Genuss am Fluss“, sagte Griebsch.

Birgit Baureis aus der Schützenstraße nahm ebenfalls an der Veranstaltung teil. „Ich finde es toll, dass sich hier in der Nachbarschaft was tut“, sagte die Anwohnerin und fügte hinzu: „Ein Parkcafé wäre schön. Wir müssen ja auch ein bisschen an Herrn Lavric denken, der das Vier Jahreszeiten betreibt“. Ferner kann sich die 50-Jährige für Fitnessgeräte entlang des Flusses begeistert. „Das Anliegen der Bewohner der Schützenstraße ist es, dass später nicht der Hauptverkehr zum Restaurant durch unsere Straße fließt, wie es eine der möglichen Varianten vorsieht. Auch deshalb sind wir hier“, so Baureis.

Stadtplaner Stefan Groß zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf und den Ergebnissen des Workshops. „Die Bürger sind sehr realistisch an die Sache herangegangen“, resümierte er. Die Werdohler hätten beispielsweise auch den Wunsch geäußert, das Areal für die Zukunft nicht zu pflegeintensiv zu gestalten. Peter Köster vom Büro arbos werde nun Pläne entwerfen, in denen sich die Anregungen der Werdohler wiederfinden. Die Entwürfe sollen dann im September im Fachausschuss präsentiert und abgestimmt werden. Anhand der Ausführungsplanung soll der Westpark dann im nächsten Frühjahr entstehen.

Von Ute Heinze

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