"Wuah Wuah": Heiße Beats in der Shisha-Bar

+
Silvana Priolo mit ihrem Produzenten Daniel Wojanczyk und dem Team bei den Aufnahmen in der LS Lounge.

Werdohl – Rauchschwaden ziehen durch den Raum. In der LS Lounge an der Neustadtstraße sitzen junge Menschen an den Wasserpfeifen. Das ist nicht ungewöhnlich, das Lokal ist schließlich eine Shisha-Bar. Aus den Boxen dröhnt Dance Music. Auch das verwundert nicht, schon eher, dass immer dasselbe Lied läuft. Was aber auffällt: Fast alle Anwesenden sind komplett weiß gekleidet.

Eine Frau fällt auf mit ihrer Kleidung, bei der ein auffälliges Gelb dominiert. Sie heißt Silvana Priolo. Die gebürtige Werdohlerin ist zugleich auch Sängerin des Songs, der gerade immer wieder erklingt. Er ist Teil einer Sechs-Song-EP, die voraussichtlich im Juli bei Wuje-Records erscheinen wird. Ihr Produzent ist der 31-jährige Daniel Wojanczyk aus Düren. 

Was am Samstag ab 18 Uhr in der Werdohler Shisha-Bar passiert: Die beiden drehen ein Musikvideo, das insgesamt dritte von Priolo. Wojanczyk überwacht die Aufnahmen und ist zugleich auch der Kameramann. „Bis 2, 3 Uhr heute Nacht werden wir brauchen“, schätzt er – und mahnt zur Eile. Dabei muss man schon ganz genau hinschauen: Die Kamera hält der Produzent zwischen zwei Fingern. Sie ist deutlich kleiner als etwa ein Mobiltelefon. Im Blick hat Wojanczyk dabei stets seinen Schützling. 

Spezialisiert auf den Massengeschmack

Die 36-jährige Priolo bewegt die Lippen, singt immer wieder: „Wie Du so tanzt, wie Du Dich bewegst, Baby, machst mich heiß...“ Viel mehr Text hat der Song nicht. In einer Drehpause erklärt die Sängerin, die ihr Lied selbst geschrieben und getextet hat: „Ich spezialisiere mich auf den Massengeschmack.“ Ihre Musik beschreibt sie als einen Mix aus vielen Genres, auf den Punkt bringe es vielleicht am ehesten die Bezeichnung Afro-Pop, sagt Priolo nach etwas Überlegen. 

Den Betreiber der LS Lounge habe sie vorher nicht gekannt, „aber das ist hier einfach die passende Location für mein Lied“. Und so habe sie telefonisch Kontakt aufgenommen. Schnell bekam sie für ihren Videodreh den Raum kostenlos zur Verfügung gestellt. „Nur die Tänzer im Video werden bezahlt“, verrät Wojanczyk. Das kommt ihm und Priolo aber auch gelegen, sehen sie die Werdohler Sängerin doch noch ganz am Anfang ihrer Karriere. 

Vor einem halben Jahr hat sie ihr erstes Musikvideo veröffentlicht. 2000 Klicks bekam es im Internet. Das zweite wurde schon 13 000 Mal aufgerufen. „Wuah Wuah“ ist nun der dritte ihrer Songs, der verfilmt wird. So eingängig, wie er ist, wird er vielleicht noch häufiger im Netz angeschaut. 

Nachdem nun die EP erscheinen wird, möchte Priolo den nächsten Schritt gehen. Die Arbeit an einem richtigen Album steht dann an. Wann die CD auf den Markt kommen wird, stehe indes noch nicht fest.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare