Komplettierung des Wegenetzes

Werdohler Rundwanderweg wird neu markiert

Richard Müller-Schlotmann nahm für den Stadtsportverband die Bewilligung für zwei weitere Werdohler Wanderwege und die Neumarkierung des Rundwanderwegs von Leader-Managerin Katharina Biermann entgegen.
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Richard Müller-Schlotmann nahm für den Stadtsportverband die Bewilligung für zwei weitere Werdohler Wanderwege und die Neumarkierung des Rundwanderwegs von Leader-Managerin Katharina Biermann entgegen.

Der knapp 60 Kilometer Werdohler Rundwanderweg wird bald neu markiert. Möglich wird dies mit finanziellen Mitteln aus dem Förderprogramm Leader.

In Absprache mit dem SGV-Bezirkswanderwart Michael Krämer aus Altena wird die Strecke in einigen Abschnitten neu festgelegt und nach einem Benehmungsverfahren mit möglicherweise betroffenen Grundstückseigentümern entsprechend gekennzeichnet.

Möglich gemacht hat das ein großes Engagement des Stadtsportverbandsvorsitzenden Richard Müller-Schlotmann, der jetzt von Leader-Managerin Katharina Biermann die entsprechenden Zuwendungsbescheide erhielt. Neben dem bereits laufenden Großprojekt zur Neuerschließung eines Wegenetzes auf der ganzen Lenneschiene gab es jetzt zusätzlich Mittel aus einer Kleinprojektförderung. Mit den jetzt zugestandenen Mitteln von 7550 Euro werden zwei weitere Wanderwege auf Werdohler Gebiet (W7 und W8) neu angelegt und die dann insgesamt acht Wege zu einem Rundwanderweg verbunden. 6040 Euro beträgt die Förderung aus Leader-Mitteln, zwanzig Prozent Eigenanteil – 1510 Euro – übernimmt der Stadtsportverband aus dessen Etat.

Weg erst vor gut einem Jahr entmarkiert

Der nunmehr alte Werdohler Rundwanderweg mit seinen 58 Kilometern war vor gut einem Jahr entmarkiert und aufgegeben worden. Ein vom SGV beauftragter Wegewart hatte die sechs Wege (W1 bis W6) mit frischen Markierungen versehen und dabei so gut wie überall das W im Kreis schwarz übermalt. SGV und Stadt waren sich einig, dass niemand mehr diese lange Strecke an einem Stück gehen will. Außerdem richtete man sich an dem nach wie vor bestehenden Leitgedankens von mehr Qualität auf weniger Kilometern aus. Der Werdohler Rundwanderweg hat eben nicht so ganz viele touristische Höhepunkte zu bieten wie andere Rundwege. Im Laufe der Zeit hat es sich ergeben, dass Etappen nicht mehr gut mit dem Bus zu erreichen sind. Zudem fehlen Einkehrmöglichkeiten.

Nach einer privaten Winterbegehung des Rundwanderweges und einem Erlebnisbericht in dieser Zeitung fiel in Werdohl auf, dass der Weg nicht mehr markiert ist. Zahlreiche Leserbriefe und Meinungsbekundungen forderten, den Weg doch wieder neu auszuzeichnen.

Der Werdohler Rundwanderweg in Bildern

Der Werdohler Rundwanderweg in Bildern: 62 Kilometer und 2000 Höhenmeter zu Fuß
Der Werdohler Rundwanderweg in Bildern: 62 Kilometer und 2000 Höhenmeter zu Fuß
Der Werdohler Rundwanderweg in Bildern: 62 Kilometer und 2000 Höhenmeter zu Fuß
Der Werdohler Rundwanderweg in Bildern: 62 Kilometer und 2000 Höhenmeter zu Fuß
Der Werdohler Rundwanderweg in Bildern

Richard Müller-Schlotmann vom Stadtsportverband hatte kurz nach Veröffentlichung des Berichts eine Erklärung abgegeben, sich stellvertretend für alle Wanderinteressierten für den Weg einzusetzen. Dass es größeres Interesse auch des Rates gab, kann Katharina Biermann bestätigen. Schnell war klar, dass sich der Weitwanderweg nur mit Leader-Mitteln reaktivieren ließe. Da die Hauptförderung des Gesamtprojekts aller Wege zwischen Plettenberg, Werdohl, Altena, Nachrodt und Iserlohn in vollem Gange war, ließ sich die Idee mithilfe der Kleinprojekteförderung realisieren.

Gesamtkonzept wird vermarktet

Biermann erklärte beim Gespräch im Werdohler Bahnhof den weiteren Verlauf. Nach Markierung von W7 und W8 und des neuen Rundwanderweges werden auch diese Strecken dem Gesamtkonzept zugefügt und gemeinsam vermarktet. Es wird eine eigene Werdohler Wanderkarte geben und die Strecken sollen in die digitalen Wanderportale aufgenommen werden. Die Zusammenarbeit mit dem Sauerland-Tourismus soll da helfen. Alle Wege bekommen noch Sitzbänke und an ausgesuchten Stellen Rastgelegenheiten mit Tischen. Portaltafeln weisen auf Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten hin. Eine Anbindung an Buslinien und die Bahn ist geplant. Das gesamte Projekt soll Ende 2022 vollständig fertiggestellt sein.

Versteckt gibt es noch Wegzeichen für den ehemaligen Werdohler Rundwanderweg.

Richard Müller-Schlotmann ist ein recht stiller Mann, hat aber im Hintergrund schon jede Menge Arbeit für die Idee von Wandern in Werdohl investiert. Der TuS Jahn will bald einen eigenen Wanderplan anbieten, weil sich die eine verbliebene SGV-Abteilung Versetal dazu nicht in der Lage sieht. Mit dem SGV-Vorsitzenden ist das so abgesprochen. Mit dem TuS Jahn könne auch ein Wandertag organisiert werden, so Müller-Schlotmann. Und auch an eine Reaktivierung des Werdohler Wanderbahnhofes ist gedacht.

Ideeller Wert des Rundwanderweges

Müller-Schlotmann war besonders von dem ideellen Wert des Werdohler Rundwanderweges angetrieben. „Der Weg ist ein Stück Identifikation mit Werdohl, auch wenn er in der jüngeren Zeit kaum noch vollständig begangen wurde.“ Die neue Wegführung orientiere sich grundsätzlich am alten Weg, einige Abschnitte müssten aber neu geplant werden, so zum Beispiel die Strecke zwischen der Lothmecke und dem Riesei. Es soll jetzt wohl über die noch recht junge Baukloh-Brücke gehen, das Stück an der Gewerbestraße am Kettling fällt wohl weg. Bei Grimminghausen soll ein bestehender Hauptwanderweg mit genutzt werden.

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