Keinen weiteren Unterstände für Bushaltestelle an der Kirche

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Karl-Heinz Neumann ärgert sich über die Anordnung der Unterstände an der Bushaltestelle Christuskirche.

Werdohl - Seit anderthalb Jahren kämpft der Werdohler Rentner Karl-Heinz Neumann für Verbesserungen an der Bushaltestelle an der Christuskirche. Er spricht von einer glatten Fehlplanung, weil Wartehäuschen und Bushalteplätze teilweise zu weit auseinander liegen.

Senioren wie er und Gehbehinderte könnten ihre Busse deshalb unter Umständen nicht rechtzeitig vor deren Abfahrt erreichen, klagt Neumann.

Jetzt hat sich der Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung mit der Kritik des 88-Jährigen auseinandergesetzt. Zuvor hatte die Stadtverwaltung ermittelt, wie hoch die Kosten wären, würde man die Anregungen Neumanns umsetzen. Die Errichtung eines weiteren Buswarthäuschens in unmittelbarer Nähe der ersten Einstiegsstelle würde einer groben Schätzung zufolge mit rund 18 600 Euro zu Buche schlagen. Die Umsetzung eines Unterstandes würde immer noch rund 11 400 Euro kosten, erfuhren die Ausschussmitglieder.

Fachbereichsleiter Thomas Schroeder verwies darauf, dass bei der Einrichtung der Bushaltestelle auch ein Schwerbehindertenbeauftragter einbezogen worden sei. Nachträgliche Änderungen seien nun nicht nur schwierig und teuer, sondern würden auch nicht mehr bezuschusst.

Probleme eines Einzelnen

Die Ausschussmitglieder konnten die Beschwerde Neumanns teilweise nachvollziehen, vermuteten jedoch, dass es sich eher um Probleme eines Einzelnen handelt. „Bei uns sind keine weiteren Beschwerden eingegangen“, erklärte auch der Fachbereichsleiter. WBG-Fraktionschef Volker Oßenberg sah aber auch die Märkische Verkehrsgesellschaft (MVG) in der Pflicht: „Die hat einen Beförderungsauftrag“, sagte er.

Nach Schroeders Worten müssen Senioren oder Gehbehinderte auch nicht befürchten, ihren Bus zu verpassen, weil sie nicht schnell genug vom Wartbereich zum Einstieg kommen. „Laut MVG werden die Busfahrer dafür sensibilisiert, dass der Einstieg bei solchen Personen länger dauern könnte.“ Der Ausschuss folgte schließlich einstimmig dem Vorschlag der Verwaltung, die Anregungen Neumanns nicht umzusetzen.

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