Werdohler muss zwei Jahre ins Gefängnis

WERDOHL ▪ Um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, hatten sich zwei Werdohler zusammengeschlossen und waren gemeinsam ins Drogengeschäft eingestiegen. Am Dienstag mussten sie sich dafür vor dem Altenaer Amtsgericht verantworten. Während der 22-jährige Angeklagte mit einem Jahr und neun Monaten Haft auf Bewährung davonkam, geht es für seinen Kompagnon zwei Jahre hinter Gitter.

Beide Männer zeigten sich großteils geständig. So räumte der 22-Jährige ein, in der Zeit zwischen Mai und Juli vergangenen Jahres jede Woche zehn Gramm Marihuana angekauft und gewinnbringend in Ein-Gramm-Portionen wieder verkauft zu haben. Zwischen August und Oktober belief sich die wöchentlich angekaufte Menge bereits auf 50 Gramm. Am 24. Oktober sollen es schließlich sogar 100 Gramm des Stoffes gewesen sein. Diesen Vorwurf stritten beide Angeklagten gestern jedoch ab, woraufhin der Punkt im Hinblick auf die ohnehin zu erwartende Strafe eingestellt wurde.

Bei dem Duo herrschte eine geregelte Arbeitsaufteilung. So stellte der 38-jährige Werdohler seine Wohnung als Lager- und Umschlagort zur Verfügung, und half beim Abwiegen und Verpacken der Drogen. Als „Lohn” erhielt er monatlich 30 Gramm Marihuana, um seinen Eigenkonsum zu befriedigen. Der 22-Jährige kümmerte sich indes um die Kontakte und den Verkauf der Droge. Bei einer Wohnungsdurchsuchung am 27. Oktober stellten Ermittlungsbeamte 32 Tütchen mit 40,3 Gramm des Stoffes sowie diverse Verpackungsmaterialien und eine Feinwaage beim älteren Werdohler sicher.

Insbesondere er präsentierte sich dem Gericht gestern voller Reue. In Tränen aufgelöst beteuerte er, dass ihm das alles unendlich leid täte. Der Mann brachte zum gestrigen Termin bereits eine ordentliche Latte an Vorstrafen mit. Insgesamt 15 Eintragungen, nicht einschlägiger Art, zieren seinen Registerauszug. Für den Werdohler, der derzeit eine im Februar kassierte viermonatige Haftstrafe wegen Körperverletzung absitzt, gab es keine Chance mehr auf Bewährung. Im Gegensatz zum Mitangeklagten, der sich mit fünf Eintragungen weitaus weniger zu Schulden hatte kommen lassen und ebenfalls Reue zeigte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. ▪ Jana Peuckert

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