30 Jahre Lichtpunkte: Sondergang durch Werdohl

+
Jürgen Hennemann lädt für den 27. April zu einem Lichtpunktegang durch die Innenstadt ein.

Werdohl - Seit 30 Jahren gibt es die Lichtpunkte in Werdohl - markante Gebäude und andere Bauwerke, die in der Dunkelheit angestrahlt werden. Das nimmt Jürgen Hennemann zum Anlass, zu einem besonderen Stadtrundgang einzuladen.

„Werdohl ist die Stadt der Lichtpunkte.“ Diesen Satz hat Jürgen Hennemann in der zweiten Hälfte der 90er-Jahre aufgrund seiner zahlreichen Initiativen zwar geprägt, doch begonnen hat die Lichtpunkt-Ära schon deutlich früher.

Vor nunmehr 30 Jahren hatte das Ehepaar Dr. August-Wilhelm und Gaby Otten Eigeninitiative entwickelt. Sie ließen den Turm der St. Michael-Kirche auf eigene Rechnung anstrahlen und machten ihn damit auch in den Abend- und Nachtstunden zu einem wahren Blickfang.

Es dauerte nicht lange, so rief Jürgen Hennemann in dieser Woche in Erinnerung, da wurde dank Sponsoren auch der Turm der Christuskirche angestrahlt. Damit waren beide unter Denkmalschutz stehende Gotteshäuser noch stärker in ihrer Wirkung betont. Die Innenstadt hatte zwei belebende Elemente bekommen.

Sponsoren für Lichtpunkte

Dass es nicht dabei bleiben sollte, war letztlich das Verdienst von Jürgen Hennemann. Mit Unterstützung des damaligen Stadtdirektors Manfred Wolf, so berichtete er jetzt, habe er gegen Ende des vergangenen Jahrhunderts damit begonnen, sich für die angedachten Lichtpunkte um Sponsoren zu bemühen.

Der Erfolg war beeindruckend. Das erste angestrahlte Objekt war die Aufmauerung der Kilianskirche. Mehr als 30 Objekte Es folgten Bürgerhäuser, der Torbogen am Kirchenpfad, Skulpturen, Brunnen und auch Wandbilder. Das ebenfalls unter Schutz stehende Rathaus, das alte Pfarrhaus an der Brüderstraße, der Bahnhof oder das von Paul Seuthe entworfene Mahnmal an der Freiheitstraße folgten. Insgesamt gab es zu Spitzenzeiten mehr als 30 Objekte, die in der Dunkelheit angestrahlt wurden – dank des finanziellen Engagements von privater Seite und vor allem der Wirtschaft, des Einzelhandels oder der Versicherungsbranche.

Lichtpunkte im Dunklen

All diese Objekte bündelte Hennemann – analog zu seinen Stadtgängen – in einen Lichtpunkteweg, der sich für die jeweiligen Führungen unterschiedlich zusammenstellen ließ. Zum eingangs erwähnten 30-jährigen Bestehen will Jürgen Hennemann noch einmal einen Lichtpunktegang anbieten. Wer Interesse hat: Treffpunkt ist am Donnerstag, 27. April, um 19 Uhr die Aufmauerung der Kilianskirche auf dem Friedrich-Keßler-Platz.

Bis dann, hegt Hennemanns eine stille Hoffnung, sind vielleicht einige Lichtpunkte wieder „mit Leben“ erfüllt“ – etwa an der Neustadtstraße, am Bahnhof oder am Rathaus. Die hier genannten Objekte stehen aus unterschiedlichen Gründen seit kurzem oder auch schon längere Zeit im Dunklen. Mag sein, dass es für die Beseitigung der „Finsternis“ an Geld fehlt, mutmaßt Jürgen Hennemann.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare