Werdohler Künstler stellen im Gewerbepark aus

Jörg Ziese vor einem seiner Gemälde. „Ich gebe ihnen keine Namen. Das engt den Betrachter zu sehr ein. Ich benenne sie manchmal nach den Orten, wo ich die Fotos gemacht habe.“

WERDOHL ▪ Am vorherigen Wochende waren sie noch in Heidelberg. Doch am Samstag luden die Künstler im Gewerbepark Eveking zu ihrem jährlichen Tag des offenen Ateliers. Jörg Ziese zeigte seine foto-realistischen Ölgemälde. Tagsüber arbeitet er als Software-Entwickler. „Doch ich wehre mich dagegen, wenn jemand die Malerei als mein Hobby bezeichnet.“ Als Jugendlicher begann er mit dem Fotografieren. „Mit 30 sah ich bei einem Bekannten offene Farbtuben. Das hat mich angemacht.“ Die Tuben fand der Künstler so ästhetisch, „dass ich wissen wollte, wie sich das anfühlt, zu malen.“

Gast der Ausstellung am Samstag war Christina Yaghmaei aus Pulheim. Sie arbeitet seit 1990 vorwiegend mit Keramik. Eigentlich wollte sie Grafikerin werden, doch dann faszinierte sie ein Professor im Studium, der ihr die Arbeit mit Ton näher brachte: „Ein tolles Material. Die Arbeit damit ist sehr spannend. Es ist sehr lebendig, ich kann es immer wieder verändern.“

Der Werdohler Thomas Volkmann lebt von seiner Kunst. Dabei bleibt er individuell: „Ich male nicht schön, sondern expressiv“, schätzt er seine Arbeit ein. „Dabei entsteht natürlich auch extrem viel Schrott.“ Den wirft er dann einfach weg. „Und ich male ja keine Wohnzimmermotive“, weiß er, dass nicht Jedermann einen Volkmann über dem Sofa haben möchte. Unterricht geben könnte er nie: „Ich werde sehr schnell nervös, wenn etwas nicht so passiert, wie ich es will.“ Seine Vision ist daher viel mehr „Teil der Kunstgeschichte zu werden“.

Die Neuenraderin im Bunde, Esther Riecke-Volkmann, setzt auf freche Farben. Doch das ist nur vordergründig. Im Gespräch mit dem Betrachter ihrer Bilder offenbaren sich Hintergründe, Inspirationsquellen und Gedankengänge, die nachdenklich machen können und sollen. „Alles“ inspiriere sie. Und ihr Ziel sei es „eines Tages zufrieden mit meinem Lebenswerk zu sein“. ▪ kol

Der komplette Bericht steht im Süderländer Volksfreund, Ausgabe vom Montag, 26. April.

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