SPD-Fraktionschef Wershoven verabschiedet sich

Matthias Wershoven (l.) trat bei der SPD 2012 die Nachfolge von Fraktionchefs Cornelius Böttcher (r.) an und galt als Hoffnungsträger. Foto: Heyn

Werdohl -  Der SPD-Fraktionsvorsitzende Matthias Wershoven wird bald sein Ratsmandat niederlegen. Nach Informationen unserer Zeitung wird er zum 1. Dezember von Werdohl nach Neuenrade ziehen, wo er schon länger als Grundschullehrer arbeitet. Wershoven hat für Freitag zu einem Pressegespräch eingeladen, zu dessen Inhalt er vorab nichts sagen wollte.

Ratsmitglied einer Stadt darf nur derjenige sein, der seinen ersten Wohnsitz in der Stadt hat. Wershoven wohnte bislang in Ütterlingsen. Als Nachrücker im Rat steht Udo Böhme als nächster auf der Reserveliste, nachdem Björn Walocha als erster Nachrücker auf den bereits ausgeschiedenen Peter Rittinghaus folgt. Neuer Fraktionsvorsitzender der SPD im Rat der Stadt Werdohl soll aller Voraussicht nach Wilhelm Jansen werden, der bisherige Stellvertreter von Matthias Wershoven. Jansen will ebenfalls am Freitag bei dem Pressegespräch eine Erklärung abgeben.

Matthias Wershoven galt lange als die Nachwuchs-Hoffnung der Werdohler SPD. Sein Vorgänger im Amt, Cornelius Böttcher, hatte den Übergang auf seinen Nachfolger gemeinsam mit Fraktion und Partei gut vorbereitet. Nach der Hälfte der vergangenen Wahlperiode übernahm Wershoven den Fraktionsvorsitz. Nachdem sich der frühere Bürgermeister Siegfried Griebsch für alle relativ überraschend entschlossen hatte, nicht noch für eine zweite Amtsperiode zur Verfügung zu stehen, gingen die Blicke Richtung Wershoven. Für den damals 29-Jährigen kam die Kandidatur um das Bürgermeisteramt in seiner Lebensplanung etwas zu früh. Wershoven legte zwar einen sehr engagierten Wahlkampf hin, scheiterte aber bei der Kommunalwahl an der heutigen Amtsinhaberin Silvia Voßloh. Bei diesem ersten Wahlgang lag er mit 11,7 Prozent Stimmendifferenz deutlich hinter Voßloh. Bei der Stichwahl drei Wochen später unterlag er mit fünf Prozent Differenz.

In den ersten Monaten nach der Wahl ging die SPD mit Wershoven zeitweilig auf Konfrontationskurs zur Bürgermeisterin und versuchte, sich in deutlicher Opposition zu CDU und WBG zu profilieren. In den vergangenen Monaten war allerdings von Matthias Wershoven politisch kaum noch etwas wahrzunehmen.

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