Wanderfreunde trotzen dem miesen Dauerregen

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Schlechtes Wetter gibt es für diese beiden jungen Wanderfreunde nicht. Sie marschierten gestern tapfer mit.

WERDOHL ▪ Der Regen prasselte am Sonntagmorgen nur so auf den Asphalt – der Blick nach oben offenbarte eine dichte, graue Wolkendecke. Von einem Schauer konnte zum Start des Werdohler Wandertags wahrlich nicht mehr die Rede sein.

Eigentlich wollte man bei diesen Bedingungen den sprichwörtlichen Hund nicht auf die Straße jagen. Und dennoch gab es einige hartgesottene Werdohler, die die miesen Regentropfen nicht davon abhalten konnten, in ihre wetterfeste Kleidung zu schlüpfen, festes Schuhwerk anzuziehen und gut gelaunt die etwa elf Kilometer lange Strecke in Angriff zu nehmen.

An einen derart verregneten Aktionstag kann sich Andreas Haubrichs von der Werdohl Marketing GmbH in den vergangenen Jahren nicht erinnern. Seit vier Jahren begleitet er die Großveranstaltung. „Bis heute hatten wir immer Glück“, zuckte er dennoch gelassen mit den Schultern, wohlwissend, dass auf die Wetterlage nunmal kein Einfluss genommen werden kann. Umsomehr freuten sich auch die anderen Organisations-Gruppen, die im Vorfeld viel Arbeit und Mühe in die Planungen gesteckt hatten, dass 50 Werdohler ihrem Aufruf zum 8. Wandertag gefolgt waren. Lediglich das Kinderprogramm – ein Waldspiel, bei dem Fragen rund um die Natur beantwortet werden sollten – fiel mangels junger Teilnehmer aus.

Wie geplant startete gestern Vormittag eine zehnköpfige Nordic-Walking-Gruppe unter der Leitung des Lauftreffs „Riesei-Blitze“ vom Rathausplatz aus als erste Gruppe auf die Strecke, die die Teilnehmer nach Versevörde, Altenhagen und weiter Richtung Steinbruch um Im Sipen führte, wo eine Pausenstation eingerichtet worden war. Kurze Zeit nach den Nordic-Walkern machten sich die Wanderer, die die Strecke lieber etwas gelassener angehen wollten, auf den Weg. Der SGV Verstal führte die große Gruppe zum „Rastplatz“ Im Siepen an, wo die Jugendfeuerwehr für die Wanderer reichlich Verpflegung bereit hielt. Dank Temperaturen um die 14 Grad erwies sich der teils anspruchsvolle Aufstieg als weniger schweißtreibend und anstrengend als bei hochsommerlichen Temperaturen. Somit konnte der ein oder andere Wandertag-Teilnehmer den unermüdlichen Regengüssen doch noch etwas Positives abgewinnen.

Auf der abschließenden Etappe über Diestelnblech und Ludemert blickten die Teilnehmer zwar durchnässt, aber dennoch gut gelaunt ihrem Ziel – dem Versetaler Schützenheim – entgegen. Die frisch gebrutzelten Würstchen schmeckten nach dem Marsch nochmal so gut. Das Unterhaltungsprogramm, das den Abschluss des Werdohler Wandertags markierte, und das die Versetaler Schützen auf die Beine gestellt hatten, genossen neben den Wanderern auch zahlreiche Gäste, die trockenen Fußes nach Altenmühle gekommen waren. ▪ sr

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