Bekannte Werdohler

Werdohler Köpfe: Ausstellung später, Buch kommt pünktlich

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Den Bildband „Werdohler Köpfe“ stellten jetzt die Mitglieder des Heimat- und Geschichtsvereins sowie des Kleinen Kulturforums vor. Verkauft werden soll er erstmals am 24. September auf dem Wochenmarkt.

Werdohl - Coronabedingt verschoben werden musste die für September/Oktober geplante Ausstellung „Werdohler Köpfe“, die der Heimat- und Geschichtsverein derzeit gemeinsam mit dem Kleinen Kulturforum auf die Beine stellt. Das parallel zur Ausstellung entstandene Buch soll aber wie geplant erscheinen.

Die Ausstellung soll nun rund um Ostern 2021 – konkret von Sonntag, 14. Februar, bis Sonntag, 11. April – in den Räumen des Kulturforums zu sehen sein.

Der dazu entstandene Begleitband, in welchem 74 Werdohler Köpfe porträtiert werden, wird allerdings wie geplant im Spätsommer erscheinen. Erstmals zu kaufen sein wird das quadratische Buch am 24. September. An diesem Tag werden die Mitglieder des Arbeitskreises aus Heimatverein und Kulturforum den 156 Seiten starken Band auf dem Werdohler Wochenmarkt verkaufen.

Danach, erklärte jetzt Heiner Burkhardt, soll die erste Auflage – die 200 Exemplar umfasst – an verschiedenen Stellen in der Stadt angeboten werden. Die Verkaufsorte sollen noch bekannt gegeben werden.

Einstweilen hat sich der Arbeitskreis in der vergangenen Woche bei einem Planungstreffen im Kulturforum auf ein Umschlagbild für das Buch festgelegt: Es zeigt einige der im Band präsentierten Persönlichkeiten vor einem blauen Hintergrund.

Das fertige Buch wird 15 Euro kosten. Dieser Preis ist möglich, weil das Projekt aus dem Leader-Programm finanziell unterstützt wird. Die Leader-Region Lenneschiene bezuschusst die Werdohler-Köpfe-Aktivitäten in diesem Jahr.

Da die Ausstellung selbst nun erst im kommenden Jahr über die Bühne gehen wird, rief Heiner Burkhardt beim Planungstreffen dazu auf, dass sich interessierte Sponsoren bei einem der verantwortlichen Vereine melden mögen.

Drei Kriterien haben diese zwei Vereine aufgestellt, nach denen sie die Werdohler Köpfe ausgewählt haben. Zwei Kriterien mussten die vorgestellten Persönlichkeiten jeweils erfüllen. Die Porträtierten sollten entweder in Werdohl geboren sein, außerordentliche Verdienste um die Stadt an Lenne und Verse erworben haben, oder mit ihrer Tätigkeit überregionale Bedeutung und Bekanntheit erreicht haben.

Bei einer Person machten die Buch-Kuratoren eine Ausnahme: Freiherr Theodor von Neuhoff kam nicht aus Werdohl. Sein Zuhause war eher der Lüdenscheider Raum. Ein Onkel von ihm allerdings lebte auf der Burg Pungelscheid. Freiherr Theodor selbst wurde kurzzeitig als „König von Korsika“ bekannt. Und dieser Umstand verschaffte ihm jetzt doch einen Platz im Buch „Werdohler Köpfe“.

Damit ist er der älteste, der es in die Auswahl geschafft hat. Jüngste ist die kaum 30-jährige Fotografin Julia Sellmann, die ihre Arbeiten unter anderem schon in der Zeitung „Die Zeit“ veröffentlicht hat.

Heiner Burkhardt ist sich sicher: „Es wird rege Diskussionen geben, warum der eine im Buch drin und ist die andere nicht.“ Heinz Rohe merkt an: „Während der Ausstellung wird aber eine Vorschlagsbox aufgestellt sein, in welche jeder Zettel einwerfen kann mit Namen von Menschen, die wir in einem etwaigen zweiten Buch porträtieren können.“

74 Werdohler Köpfe finden sich im ersten Buch wieder. Der Begleitband zur Ausstellung trägt dabei den Untertitel: „Menschen – Lebenswege – Karrieren“. Aufgrund des begrenzten Raums im Kleinen Kulturforum können bei der Ausstellung nur 53 dieser Personen gezeigt werden. Auf 15 Ausstellungstafeln werden sie im kommenden Frühjahr abgebildet. Zu sehen sein werden dann Politiker, Geistliche, Industrielle, Widerstandskämpfer aus Zeiten des Dritten Reichs, Kulturschaffende, Sportler und Wissenschaftler.

Die Ausstellung wird durch eine Veranstaltungsreihe flankiert, bei der einige Werdohler Köpfe auftreten werden. Zusagen dazu, teilt Heinz Rohe mit, gebe es bereits vom Neurowissenschaftler Dr. Gérard Bischof sowie Kirchenmusiker Matthias Hoffmann-Borggrefe.

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