Kosten von mehr als 45.000 Euro

Kita, Sporthalle, Gewerbehof: Alle Heizungen kaputt

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Teuer ist die Sanierung von drei Heizungen für die Stadt.

Werdohl – Bitter für die Stadt Werdohl: In drei Einrichtungen sind die Heizungen defekt. Das kostet mehr als 45.000 Euro. Geld, das die Stadt eigentlich nicht hat. 

Man kennt es von zuhause: Zuerst geht der Kühlschrank kaputt, dann folgt bald die Waschmaschine und irgendwann vielleicht noch der Fernseher. „Ein Unglück kommt selten allein“, sagt in solchen Fällen der Volksmund. 

Der Stadt Werdohl geht es gerade ähnlich: Im Gewerbehof, in der Kindertagesstätte Momo und auch in der Sporthalle Kleinhammer haben nacheinander die Heizungen den Geist aufgegeben. Damit musste sich der Bau- und Liegenschaftsausschuss  befassen. 

Dessen Vorsitzender, CDU-Ratsherr Dirk Midddendorf, nahm die Hiobsbotschaften aus den drei städtischen Immobilien mit Schulterzucken zur Kenntnis: „Was kaputt ist, ist kaputt“, sagte er mehrfach und wollte damit offensichtlich zum Ausdruck bringen, dass an einer Erneuerung der drei Heizungsanlagen wohl kein Weg vorbeigeht. 

Keine Ersatzteile mehr lieferbar

Die Elektroabteilung des Baubetriebshofes hatte festgestellt, dass sowohl in der Turnhalle als auch in der Kita Momo in Kleinhammer die Steuerungstechnik der jeweils etwa 30 Jahre alten Heizungen defekt ist. Ersatzteile seien nicht mehr erhältlich. Derzeit würden die Heizungen im Handbetrieb geregelt, was einen erhöhten Energieverbrauch zur Folge habe. 

Die Stadtverwaltung schlug vor, neue Heizungen mit Brennwerttechnik anzuschaffen. Die Anlage für die Turnhalle würde rund 23 500 Euro kosten, in der Kita müssten etwa 13 650 Euro investiert werden. Die Politiker stimmten beiden Ersatzbeschaffungen einstimmig zu. 

8000 Euro für Gewerbehof-Heizung

Geld hat die Stadt dafür eigentlich nicht. Bezahlt werden sollen die neuen Heizungen zunächst aus Mitteln der laufenden Gebäudeunterhaltung, womit das Geld dann irgendwann an anderer Stelle wieder fehlt. Die Verwaltung geht aber davon aus, dass wiederum andere Investitionsmaßnahmen, die mit Bundeszuschüssen finanziert werden, kostengünstiger abgewickelt werden können als geplant. 

Etwas anders als in der Turnhalle und in der Kita verhält es sich mit der Heizung im Gewerbehof. Dort ist die Elektronik an einer von mehreren Etagenheizungen irreparabel defekt. Ersatzteile gibt es nicht. Der Stadt blieb nichts anderes übrig, als schnell zu reagieren und eine neue Heizung für rund 8000 Euro einbauen zu lassen. 

Legitimiert wurde das durch eine Dringlichkeitsentscheidung von Bürgermeisterin Silvia Voßloh zusammen mit dem SPD-Ratsherrn Jürgen Henke. Der Bau- und Liegenschaftsausschuss segnete diese Entscheidung nachträglich – und einstimmig – ab. 

Weiterer Kostenfresser

Noch einer Maßnahme gab der Ausschuss am Montag seine Zustimmung. In der Kita Gernegroß an der Schulstraße sind vier der alten Holzfenster so morsch, dass sich Holzstücke von Blendrahmen, Fensterflügeln und den Glasleisten lösen und die etwa 30 Jahre alten Fenster zum Teil vom Wind aufgedrückt werden. 

Ein Fensterflügel habe schon provisorisch mit Schrauben gesichert werden müssen, berichtete Peter Guido Grau vom Immobilienmanagement der Stadt, das auch vor einer Unfall- und Verletzungsgefahr warnte. 

Jetzt sollen auf Vorschlag der Verwaltung Kunststofffenster mit Dreifachverglasung eingebaut werden. Weil dafür eigens ein Gerüst aufgestellt werden muss, summieren sich die Kosten auf rund 9000 Euro. Gedeckt werden sollen sie aus Mitteln der laufenden Gebäudeunterhaltung, aber auch in diesem Fall hofft die Verwaltung, die Maßnahme nachträglich aus nicht aufgebrauchten Fördermitteln decken zu können.

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