Werdohler kaufen „eins mehr“

Gaby Leisen (l.) und ihre Tafel-Mitstreiterinnen Ulrike Schiller (2. v. r.) und Renate Schwarz (r.) freuen sich über die Spenden vieler WK-Kunden. Unter anderem kauften Annemarie Krajewski (2. v. l.), Ute Kehr (3. v. l.) und Margarete Otte Lebensmittel für Bedürftige.   - Foto: Witt

WERDOHL -  „Das ist doch schon eine ganze Menge,“ sagt Ulrike Schiller – und deutet auf drei große Plastikkisten, die mit haltbaren Lebensmitteln gefüllt sind.

Schiller und andere Mitarbeiterinnen der Tafel, die gestern zum Auftakt der Aktion „Kauf eins mehr“ im WK-Warenhaus vor Ort waren, hatten Grund zur Freude: Auch diesmal beteiligten sich viele WK-Kunden an der Aktion, die vor rund fünf Jahren ins Leben gerufen wurde. Zwei Mal im Jahr – jeweils vor dem Weihnachts- und dem Osterfest – sammeln die Aktiven der Tafel in diesem Rahmen Lebensmittelspenden für bedürftige Menschen. „Wir haben sozusagen schon Stammkunden“, verriet Ulrike Schiller lächelnd, dass man sich auf die Hilfe einiger Werdohler verlassen könne: „Die kaufen jedes Mal Lebensmittel ein und legen sie in unsere Tafel-Einkaufswagen“, betont sie. Beispielsweise Ute Kehr, Margarete Otte oder auch Annemarie Krajewski, für die das Helfen selbstverständlich ist. Um die Werdohlerinnen aufs Foto zu locken, bedurfte es dagegen einiger Überredungskunst.

Doch nicht nur den vielen Spendern sprachen Schiller und ihre Mitstreiterinnen Gaby Leisen und Renate Schwarz ein großes Dankeschön aus, auch die Geschäftsführung und das Team des WK-Warenhauses lobten die Tafel-Helferinnen ausdrücklich. „Es ist nicht selbstverständlich, dass wir unsere Aktion hier durchführen dürfen“, unterstreicht Schiller. Das Team des Lebensmittelmarktes im WK sei zudem sehr kooperativ. „Bis zur Vorweihnachtwoche stehen unsere Einkaufswagen noch im Kassenbereich und können von den Kunden befüllt werden“, berichtet die Werdohlerin. Die Tafel-Helferinnen seien dann natürlich nicht täglich vor Ort. „Es kommt aber schon vor, dass auch frische Lebensmittel gespendet werden“, erklärt Schiller weiter. Diese würden dann von einem WK-Mitarbeiter aus dem Wagen herausgenommen. Schiller: „Sie schreiben genau auf, was es war und am Ende der Aktion bekommen wir diese Ware dann ganz frisch.“

Von Carla Witt

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