Kaninchenschau bleibt erstmal in der Jahnturnhalle

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Immer am Totensonntag präsentieren die Züchter des Rassekaninchenzuchtvereins Werdohl ihre Tiere in der Jahnturnhalle. Die Aufnahme von Matthias Kretzer mit seinen schwarzen Wienern entstand im November 2015.

Werdohl - „Die Stadt hilft uns, wo sie kann“, sagt Martin Pache, Vorsitzender des Rassekaninchenzuchtvereins W445 Werdohl. Seit Jahr und Tag veranstaltet der Verein die Lokalschau Totensonntag in der Jahnturnhalle. Das könnte dieses Jahr noch einmal so sein.

„Eine richtige Lösung haben wir noch nicht gefunden“, räumt Pache ein, will aber niemandem dafür die Verantwortung geben. Einmal im Jahr braucht der Verein die Halle für die Ausstellung, übers Jahr lagern jede Menge Käfige und Zubehör im Keller der Jahnturnhalle. Die wird bekanntlich gerade freigezogen.

Alle Sportvereine und Gruppen suchen sich andere Sporthallen, die Schulkinder der St. Michael-Schule besuchen bald die etwas weiter entfernt liegende Köstersberghalle. „Bei der Stadt weiß noch niemand, ob die Halle leer stehen bleiben, abgerissen oder verkauft wird“, meint Pache nach Gesprächen mit Mitarbeitern der Stadtverwaltung.

Der Schließungsbeschluss kam völlig überraschend im November vergangenen Jahres. „Wir können die Halle solange nutzen, wie sie da steht“, ist Pache mit der Übergangslösung zufrieden. Bis November können die Züchter die Käfige für rund 120 Tiere und weiteres Zubehör wie Küchenutensilien und ein Kühlaggregat in der Halle lagern.

Das ist auch eine Frage der Versicherung, mit der die Lagerung abgesprochen ist. Räume in der Größenordnung von zwei Garagen seien nötig, um die Käfige zu lagern. Bei einem Vereinsmitglied privat ginge das jedenfalls nicht. Und Lagerräume zu mieten sei teuer.

Schwieriger als die Lagerung des Materials sei die Frage, wo die Lokalschau alternativ zur Jahnturnhalle angeboten werden könne. „Wir müssen hier in der Stadtmitte bleiben“, meint Pache, „sonst können unsere meist älteren Besucher nicht mehr kommen.“ Viele Besucher gingen zu Fuß, die könnten nicht zum Beispiel bis ins Versetal. Allerdings braucht der Verein nur das eine Wochenende im November. Pache: „Mal sehen, wir wollen nichts übers Knie brechen.“

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