Werdohler „Juffis“ auf großer Fahrradtour

16 jugendliche Pfadfinder – die „Juffis“ legten mit ihren sechs Betreuern 230 Kilometer zurück.

WERDOHL -   Auf den Weg in ein etwas anderes Sommerlager machten sich kürzlich 16 Werdohler „Juffis“-Pfadfinder und ihre sechs Betreuer vom Stamm St. Michael. Vor ihnen lagen acht aufregende Tage mit dem Fahrrad durchs Sauerland und Ruhrgebiet, 230 Kilometer in sieben Tagesetappen entlang des Ruhrtalradweges bis nach Duisburg.

Es ging vorbei an jeder Menge Natur und tollen Landschaften, überwiegend auf flussbegleitendem Radweg und weitestgehend autofrei. Allerdings sollten die Kinder nicht nur radeln, sondern auch tatkräftig beim Kochen, Abwaschen und Aufräumen helfen.

Mit dem Bus wurden sie nach Winterberg gebracht und dort ging es zum ersten Mal auf die Fahrräder. Die erste Tagesetappe führte die 22 Pfadfinder nach Meschede. Dort wurde der erste Abend in einem Pfadfinderhaus verbracht. In den folgenden Tagen waren Arnsberg, Iserlohn-Drüpplingsen, Westhofen, Hattingen, Mülheim und Duisburg die abendlichen Ziele. Übernachtet wurde in Selbstversorgerhäusern und Jugendherbergen und natürlich auch in Zelten.

In Westhofen war die Burg Husen das Ziel. Dort wurde das Halbfinale Deutschland-Brasilien geschaut – die Betreuer wandelten das Kaminzimmer in ein kleines WM-Studio um. Am nächsten Tag ging es bei heftigstem Regen bis nach Hattingen. Dort schlugen die Pfadis auf einem Zeltplatz an der Ruhr ihre Zelte auf. Das Wetter war an diesem Tag so schlecht, dass der Aufenthalt dort regelrecht ins Wasser fiel. Um sich von den Strapazen und dem Regen zu erholen, gönnten sich die Jugendlichen am Donnerstag einen Tag Pause und besuchten das Freizeitbad am Kemnader See. Ausgeruht und bei Sonnenschein ging es an den darauffolgenden Tagen nach Mülheim und nach Duisburg, unterwegs besuchten sie das Wassermuseum Aquarius in Duisburg.

Trotz schmerzenden Pos und kleinen Weh-Wehchen erreichten alle Pfadis nach über 230 Kilometer in den Beinen mit großem Stolz und voller Begeisterung am Sonntag Duisburg. Das letzte Ziel war die Jugendherberge im Landschaftspark Duisburg Nord. Zu großer Freude aller besuchte sie dort am Abend der ehemalige Kaplan aus St. Michael, Pater Norbert, der vor acht Jahren von Werdohl nach Duisburg ging.

Ihm verdankten die Werdohler Pfadis eine tolle und informative Führung durch den Landschaftspark, einem ehemaligen Hüttenwerk, dessen alte Industrieanlagen heute vielfältig genutzt werden: ein Indoor-Tauchzentrum im Gasometer oder ein erloschener Hochofen wurde zum Aussichtsturm ausgebaut. Vor der Abreise am Sonntag blieb noch Zeit, diese Attraktionen zu besichtigen. Mit dem Zug ging es zurück nach Werdohl. Als Überraschung und für die herausragende Leistung der Kinder gab es als Anerkennung vom Leitungsteam eine selbstgestaltete Urkunde.

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