„WIP war ein Markenzeichen“

WERDOHL ▪ Das absehbare Aus für das Werdohler Integrationsprojekt (WIP) im kommenden Jahr beschäftigte am Dienstag während der Sitzung des Integrationsausschusses nicht nur die Kommunalpolitiker, sondern auch Werdohler Bürger. Ali Akdeniz und Gülcan Kiraz vom türkischen Elternverein meldeten sich im Rahmen der Einwohnerfragestunde zu Wort – und bedauerten das Auslaufen des Projektes.

„Wir haben hier in den vergangenen Jahren ganz viele Projekte durchgeführt. Wie geht das jetzt weiter?“, wollte Akdeniz wissen und zählte einige der erfolgreichen Maßnahmen auf. Bürgermeister Siegfried Griebsch versicherte, dass beispielsweise die von Akdeniz genannte Berufsorientierungsmesse oder das Projekt „Komm auf Tour“ fortgesetzt würden: „Das werden wir weiterführen.“

„Die Stadtteilarbeit hat bereits etwas nachgelassen“, stellte Gülcan Kiraz fest. Die Umsetzung einer erfolgreichen Integrationsarbeit werde sehr schwer, wenn die gesamte Arbeit von Ehrenamtlichen geleistet werden müsse, betonte sie.

Auch bisher sei ein Großteil der Integrationsarbeit ehrenamtlich geleistet worden, entgegnete der Bürgermeister. Bernd Grünwald vom Märkischen Kreis erläuterte, dass es durchaus möglich sei, ehrenamtlich Tätigen in diesem Bereich eine Aufwandsentschädigung zu zahlen. Dies könne das Kommunale Integrationszentrum (KIZ) leisten. Zuvor hatte Grünwald das KIZ und die dort geplanten Projekte vorgestellt. Das Zentrum ist beim Märkischen Kreis angesiedelt und soll im Januar die Arbeit aufnehmen.

Bodo Schmidt, Leiter der Abteilung Soziales und Wohnen, lobte das KIZ als „große Hilfe auf professioneller Basis“. Dennoch bedauerte auch er das Ende des WIP: „WIP war in der Vergangenheit ein Markenzeichen. Wir waren oft Pilotgemeinde und es war die Pilotarbeit, die zu festen Integrationsaktivitäten in Werdohl geführt hat. Das, was wir mit WIP hatten, haben wir in Zukunft nicht mehr.“

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