Werdohler Heimatverein ist jetzt auch Geschichtsverein

+
Heiner Burkhardt (links) und Rüdiger Schmale wurden als Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins und sein Stellvertreter wiedergewählt. Neues Beiratsmitglied ist Udo Böhme (r.).

Werdohl - Heiner Burkhardt bleibt 1. Vorsitzender des Werdohler Heimatvereins. Sein Stellvertreter ist auch künftig Rüdiger Schmale. Neu in den Vorstand als Beiratsmitglied gewählt wurde von knapp 30 Anwesenden im Restaurant Haus Werdohl am Dienstagabend Udo Böhme.

Von Michael Koll

Außerdem wurde der Verein im Rahmen der Jahreshauptversammlung bei drei Enthaltungen und ohne Gegenstimme in Heimat- und Geschichtsverein Werdohl umbenannt. Vorsitzender Burkhardt erklärte, damit der tatsächlichen Arbeit Folge leisten zu wollen. Aufgabengebiet und Themenspektrum des Vereins seien längst erweitert. Er erinnerte speziell an die Lesung „Empfänger verzogen“ mit Klaus Finke und Rudolf Sparing im vergangenen Jahr, die nichts mit Werdohl und der Heimat, sehr wohl aber mit der Geschichte zu tun gehabt habe.

Vor den Wahlen und der Satzungsänderung legte Burkhardt jedoch zunächst seinen Jahresbericht ab. Zu Beginn der 75-minütigen Versammlung erinnerte er eingangs an die Voßloh-Ausstellung. Diese sei „ein großer Erfolg über die Stadt hinaus“ gewesen und habe „mehr als 500 registrierte Besucher“ angezogen.

Durch den Umzug ins sanierte Bahnhofsgebäude habe sich das Stadtmuseum deutlich verändert. Neu hinzu gekommen sei der Ausstellungsbereich, der nun auch die Werdohler Geschichte nach 1945 belichtet. Die komplette Ausstellung sei interaktiver geworden und locke so vermehrt ein jüngeres Publikum an. Während der Jahreshauptversammlung übergab Udo Klüter an Burkhardt passend dazu zwei Blu-Rays, die vornehmlich die Sanierung des Bahnhofes dokumentierten. Insgesamt sei die Attraktivität des Museums gesteigert worden, was sich beispielsweise darin zeige, dass häufiger zwei Führungen zeitgleich stattfänden.

Nach erfolgtem Bericht gab Kassenwart Günther Reitz einen Überblick über die Finanzen. Die monetäre Lage des Heimatvereins sei ausgezeichnet. Damit einhergehend, so erläuterte Burkhardt, ginge auch die Mitgliederentwicklung: Während der zurückliegenden zwölf Monate sei es gelungen, die Zahl der Mitglieder erneut zu steigern – auf nunmehr 89.

Nach seiner Wiederwahl betonte Burkhardt: „Das Museum ist nie fertig und soll weiter ausgebaut werden.“ Als nächste Vorhaben stellte er folgende Aktionen vor: Das Thema „alte Postkarten Werdohl“ solle angegangen werden. Für 2015 werde ein Kalender mit historischen Fotos der Stadt geplant.

Anlässlich der 750-Jahr-Feier der Partnerstadt Stavenhagen Anfang September solle eine Werdohler Abordnung dorthin fahren. Auch Mitglieder des Heimat- und Geschichtsvereins wollten sich an dieser Tour beteiligen. Ein zweiter Ausflug solle im Herbst nach Friedrichshafen führen. Dort solle das Zeppelinmuseum besucht werden.

Zum Ende der Jahreshauptversammlung füllte sich der Saal zusehends, denn der Ex-Rektor der Albert-Einstein-Gesamtschule, Heinz Rohe, hatte einen Vortrag zum Thema „1914 – der Beginn des Ersten Weltkrieges in Werdohl“ vorbereitet. Der Historiker hatte dafür umfangreiche Recherchen beim Süderländer Volksfreund, im Stadtarchiv sowie im Archiv des Märkischen Kreises durchgeführt. Rund eine Stunde referierte er.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare