Werdohler haben Tüv-Stempel gefälscht

WERDOHL ▪ Wegen Urkundenfälschung mussten sich am Dienstag eine 30-jährige Werdohlerin sowie ein 24-jähriger Werdohler vor dem Altenaer Amtsgericht verantworten.

Die Beschuldigte hatte ihren „Komplizen“ im Oktober vergangenen Jahres darum gebeten, einen gefälschten Tüv- und AU-Stempel in ihren Kfz-Schein zu bekommen, ohne dass an ihrem Fahrzeug entsprechende Kontrollen durchgeführt werden. Der 24-Jährige reichte daraufhin den Kfz-Schein an eine dritte Person weiter, die den gefälschten Stempel besorgte und für diese „Dienstleistung“ 230 Euro verlangte.

„Ich habe ihr aber gesagt, dass das nicht korrekt ist“, verteigte sich der 24-Jährige vor dem Gericht. Dennoch muss er jetzt eine Geldstrafe in Höhe von 900 Euro bezahlen. Die 30-jährige Angeklagte, die den Vorfall gestand, verurteilte Richter Dirk Reckschmidt zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je 15 Euro. „Die gefläschten Tüv-Stempel sind gefährlich. Wenn die Bremsen an dem Wagen versagen kann sonst was passieren“, wies er auf mögliche Gefahren hin. Das Fahrzeug werde von ihr jetzt aber nicht mehr gefahren, erklärte die Beschuldigte.

Die erwähnte dritte Person, die als weiterer Mittelsmann zum gefälschten Tüv-Stempel auftrat, erklärte gestern bei der Zeugenvernehmung, den Kfz-Schein an eine vierte Person in Lüdenscheid weitergeleitet zu haben, die dann den gefälschten Stempel auf die Papiere brachte. Der Name dieser Person liege der Staatsanwaltschaft bereits vor, so der Zeuge. ▪ sr

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