Werdohler Grundschüler laufen für Burundi

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Die Schüler, später dann auch die Eltern, drehten am Montagvormittag ihre Runden auf dem Kunstrasen am Riesei.

Werdohl - 187 Mädchen und Jungen besuchen derzeit die Evangelische Martin-Luther-Grundschule in Ütterlingsen.

Und sie alle beteiligten sich mit überaus großem Eifer am Sponsorenlauf, der Montagmorgen zwei Stunden im Riesei-Stadion über die Bühne ging. Nicht wenige der Schüler liefen eine zweistellige Anzahl an Runden um den Kunstrasenplatz und waren danach noch nicht einmal spürbar außer Atem. 

Die Folge: Als dann die Eltern, die sich am Sponsorenlauf beteiligen wollten, an den Start gingen, wurden sie von einer Vielzahl der Kindern begleitet, die sich zuvor einfach noch nicht genug verausgabt hatten. Mit liefen auch etliche Mädchen und Jungen, die nach den Ende der Woche beginnenden Sommerferien vom Kindergarten in die Martin-Luther-Schule wechseln werden. 

Obst und Gemüse zur Stärkung

Zur Stärkung in den Laufpausen standen Obst und Gemüse bereit. Für den süßen Zahn hatten aber auch einige Eltern Kuchen gespendet. Zu Beginn der Veranstaltung hatte der Schulchor gesungen, um den Sponsorenläufern Schwung mitzugeben. 

60 Prozent der Einnahmen gehen an das Kinderwerk Lima, das in Burundi ein Internat bauen möchte. 40 Prozent der Gelder verbleiben indes beim Förderverein der Grundschule. 

Film sorgt für Entsetzen

Einen Teil des Geldes für das Bildungsprojekt des Kinderwerkes in dem ostafrikanischen Land zu spenden, hatten die Martin-Luther-Grundschüler entschieden, nachdem sie im Unterricht einen Film gesehen hatten, wie Kinder im ärmsten Land Afrikas leben müssen: Ein Fußweg von zwei Stunden zur Schule ist dort normal, dazu muss Trinkwasser von weit her angeschleppt werden; in den Straßen liegt Müll, jedes zweite Kind unter fünf Jahren ist mangelernährt. 

„Die Kinder waren geschockt“, berichtet Schulleiterin Britta Schwarze über die Reaktionen ihrer Schützlinge.

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