Gesamtschule wird nach Fusion sechszügig geführt

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Die Albert-Einstein-Gesamtschule wird Teil eines Schulzweckverbandes mit der Finnentroper Gesamtschule.

Werdohl - Der Rat hat in seiner Sitzung am Montag einstimmig die Satzung für die Bildung eines Gesamtschul-Zweckverbands mit der Gemeinde Finnentrop beschlossen. Am Dienstagabend hat der Finnentroper Rat nachgezogen. Der Fusion der beiden Gesamtschulen steht damit nichts mehr im Wege.

Die Arnsberger Bezirksregierung, die den Zusammenschluss der Schulen über Monate begleitet hatte, hatte bis kurz vor den entscheidenden Sitzungen noch an Formulierungen in der Satzung gefeilt. Da war es letztlich aber nur noch um präzisierende Formulierungen gegangen. Die wohl wichtigste dabei: „Die Zweckverbandsschule wird sechszügig geführt mit den Standorten in Finnentrop und in Werdohl.“ 

Ohne Zusammenschluss hätten beide Schulen vierzügig geführt werden müssen, was an der Albert-Einstein-Gesamtschule Werdohl (AEG) schon seit einigen Jahren nicht mehr möglich war. Drei Eingangsklassen waren zuletzt die Regel. Finnentrop hatte im Sommer 2018 Probleme, genügend Schüler für die Oberstufe vorzuweisen und geriet auch noch in der Unterstufe in Schwierigkeiten. 

Zusammen können beide Schulen jedoch sechs Eingangsklassen voraussichtlich erreichen, zumal es die Hoffnung gibt, dass die AEG von der Begrenzung der Werdohler Realschule auf zwei Züge profitieren könnte. 

Eine Brücke in die Zukunft 

Diese gesetzliche Vorgabe, dass Gesamtschulen mit zwei Standorten grundsätzlich sechszügig geführt werden müssen, ist für Werdohl und Finnentrop einerseits eine Brücke in die Zukunft. Andererseits liegt damit die Messlatte aber auch nicht zu niedrig. 

Ebenfalls in der Satzung festgelegt ist, dass die Sekundarstufe I der Zweckverbandsschule in vertikaler Gliederung am jeweiligen Standort geführt werden soll. 

Das bedeutet, dass Schüler der Jahrgangsstufen fünf bis zehn am jeweiligen Teilstandort beschult werden sollen: Werdohler Schüler in Werdohl, Finnentroper Schüler in Finnentrop. 

Ausnahmsweise können an einem Teilstandort auch nur zwei Klassen pro Jahrgang geführt werden, wenn am anderen Teilstandort vier Klassen gebildet werden. Erst ab der Oberstufe soll die Schule mit einem standortübergreifenden Kursangebot betrieben werden.

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