Stauff und Albert-Einstein-Gesamtschule schließen Vertrag

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Lukad-Personalmanagerin Monika Nork-Bobel und AEG-Schulleiter Reinhard Schulte unterzeichneten gestern einen Kooperationsvertrag, im Hintergrund schauen Lukad-Personalreferent Niclas von Seidlitz (links) und AEG-Abteilungsleiter Martin Haasler zu.

Werdohl - Die Firma Walter Stauffenberg (Stauff) und die Albert-Einstein-Gesamtschule (AEG) wollen ihre langjährige solide Zusammenarbeit weiter fortsetzen. Das haben Vertreter beider Seiten am Mittwoch in einem unbefristeten Kooperationsvertrag bekräftigt.

„Das ist nur der nächste logische Schritt“, sagte Niclas von Seidlitz, Personalreferent der Lukad Holding, unter deren Dach Stauff agiert. Er verwies dabei auch an die große Bedeutung, die die AEG für Stauff und die anderen Unternehmen unter dem Lukad-Dach hat: Bei Stauff komme seit Jahren etwa jeder zweite Auszubildende von der Werdohler Gesamtschule, die Lukad-Holding selbst rekrutiere ihre Azubis sogar fast ausschließlich von der größten Werdohler Schule. Diese Quelle möchte die Unternehmensgruppe nicht versiegen lassen.

Schon seit mehreren Jahren arbeiten Stauff und die AEG zusammen, wenn es darum geht, junge Menschen auf das Berufsleben vorzubereiten oder ihnen die vielfältigen Möglichkeiten einer beruflichen Ausbildung aufzuzeigen. Beispielsweise führen sie Berufswahlabende durch oder bieten Bewerbungstrainings an. Auch der zusammen mit anderen Unternehmen durchgeführte Tec Day, ein Tag, an dem Schüler für technische Berufe der Metall- und Elektroindustrie begeistert werden sollen und ihr Schulwissen in der Praxis anwenden können, gehört schon zum gemeinsamen Angebot.

Diese Zusammenarbeit solle nun intensiviert werden, waren sich Schul- und Unternehmensvertreter gestern einig. Dabei verfolgen beide prinzipiell dieselben Ziele. „Uns geht es darum, die jungen Leute hier am Ort zu halten. Wer einmal weg ist, ist nur schwer zurückzuholen“, sagte AEG-Abteilungsleiter Martin Haasler mit Blick auf Azubis, die ihr berufliches Glück in der Ferne suchen.

Azubis steht die Welt offen

Die Lukad-Holding versteht sich indes als Global Player mit Wurzeln in der Region: Hier könnten junge Leute in der gewohnten Umgebung Karriere machen, aber trotzdem stehe ihnen die ganze Welt offen, betonte Monika Nork-Bobel, international verantwortliche Personalmanagerin der Gruppe. In der sechs Unternehmen umfassenden Lukad-Gruppe können Azubis aus einem Dutzend verschiedener Ausbildungsberufe wählen und auch Verbundstudiengänge belegen.

Durch den Kooperationsvertrag soll die Schülerausbildung am AEG verbessert und den Schülern der Übergang von der Schule in den Beruf geebnet werden. Lehrer sollen durch Betriebsbesichtigung darüber informiert werden, was Unternehmen von Azubis erwarten. Berufswahlabende und Bewerbungstrainings und Betriebspraktika für Schüler des 9. Jahrgangs sowie die Möglichkeit zur Berufsfelderkundung für Schüler der Jahrgangsstufe 8 sind weitere Bestandteile der Vereinbarung, die nicht zeitlich limitiert ist.

„Wir hoffen, dass wir noch lange einen so guten Partner wie die AEG haben“, sagte Niclas von Seidlitz. Angesichts der Zukunftssorgen, die die Gesamtschule wegen rückläufiger Schülerzahlen drücken, wünschte sich auch Schulleiter Reinhard Schulte, dass der Kooperationsvertrag möglichst lange Bestand haben werde.

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