Werdohler Gesamtschüler im Artistikfieber

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rainieren ein Mal in der Woche gemeinsam: Patrick Petrelli (von links), Christopher Siek, Carolin Rosner, Jeanette Gerhard, Joëlle Mertens, Lukas Rosner und Firat Gecit. ▪

WERDOHL ▪ Carolin hüpft auf dem großen Trampolin in der Sporthalle Riesei herum. Zehn Sprünge will Lehrer Falk Metzler, Leiter der Artistikgruppe der Albert-Einstein-Gesamtschule, von dem Mädchen sehen. Die Sechstklässlerin legt los. Rund zweieinhalb Meter hoch katapultiert sie das  Sportgerät. Dann setzt sie zum Salto rückwärts an. „Füße zusammen“, ruft ihr 17-jähriger Bruder Lukas, als sie die Übung grazil absolviert.

Einmal in der Woche trifft sich die achtköpfige Schülergruppe in der Sporthalle zum gemeinsamen Training. „Der Altersdurchschnitt ist bunt gemixt, wir haben sowohl Sechstklässler als auch Zwölftklässler dabei“, erklärt Lehrer Falk Metzler, der die Gruppe gründete.

Vor einigen Jahren sei er gebeten worden, beim Weihnachtsbasar ein sportliches Showprogramm zu präsentieren. Und weil damals viele seiner Schüler gute Turner waren, kam ihm die Idee für die Artistikgruppe. Die sei aber irgendwann wieder eingeschlafen. Vor zwei Jahren dann, bei den Projekttagen, bot Metzler einen Parcour-Workshop an, aus der sich dann die jetzige Truppe gründete, die sich im Rahmen des offenen Mittagsangebots trifft.

Hier trainieren sie für Schulveranstaltungen, bei denen sie regelmäßig ihr Können in Gruppen-Choreographien präsentieren. Einzige Voraussetzung für die Aufnahme in der Artistik-Gruppe seien gute turnerische und motorische Fähigkeiten und natürlich der Spaß am gemeinsamen Üben, erklärt Metzler. Denn der Teamgeist stehe bei den Einheiten immer im Vordergrund.

Lukas Rosner (17) und seine kleine Schwester Carolin (11) sind mit Eifer bei der Sache. Während Carolin neue Sprungvariationen auf dem Trampolin übt, sichern die anderen Jugendlichen sie zu beiden Seiten ab. Lukas und die anderen geben Carolin zudem Tipps, wie sie das Gezeigte noch verbessern kann.

„Hier lernt man den eigenen Körper besser kennen und kann an sein Limit gehen. Außerdem bleibt man fit und kann sich hier auspowern,“ sagt Lukas. Aber die Sicherheit gehe natürlich bei den Übungen in der Turnhalle vor. „Schließlich übernehmen wir bei den Choreografien auch Verantwortung für die anderen“, sagt der 17-Jährige, der als nächster an der Reihe ist.

„Die Sprünge entwickeln die Schüler selbst. Ich führe hier die Aufsicht und stehe den Jugendlichen bei Fragen zur Seite“, erklärt Metzler. Auch die Choreografie für die Veranstaltung werde gemeinsam erarbeitet, derzeit proben die fünf Jungen und drei Mädchen für den Weihnachtsbasar.

Und nicht nur in der Artistik-Gruppe beschäftigen sich die Teilnehmer mit Saltos und Co. Carolin beispielsweise turnt auch in ihrer Freizeit beim TuS Neuenrade.

Free-Running steht bei ihrem Bruder Lukas derzeit in der Freizeit ganz hoch im Kurs. „Dabei geht es darum, seine Umgebung möglichst kreativ zu nutzen, um sich fortzubewegen. Dabei springt man über Geländer und Treppen – und das natürlich möglichst elegant“, sagt der Gesamtschüler.

Sein Wissen ist auch gefragt, als Patrick Petrelli zu den Übungen auf dem Trampolin ansetzt. „Lukas hat immer gute Tricks auf Lager, bei ihm kann ich mir noch einiges abgucken“, sagt Patrick. ▪ ute

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