Werdohler Fußballer stellen sich neu auf

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Im Vorstand der FSV Werdohl arbeiten seit Donnerstag unter anderem mit: (von links) Monika Jurcevic (2. Geschäftsführerin), Jürgen Leffin (Jugendleiter), Silke Auras (1. Geschäftsführerin), Christian Schmidt (2. Vorsitzender), Thomas Dinter (1. Vorsitzender), Ufuk Akman (Schatzmeister) und Kevin Tank (Schiedsrichter-Obmann).

WERDOHL ▪ Sechs neue Vorstandsmitglieder, dazu zehn Beisitzer: Die FSV Werdohl hat sich am Donnerstag bei ihrer 120-minütigen Jahreshauptversammlung im Vereinslokal „Ütterlingser Krug“ mit dem neuen 1. Vorsitzenden Thomas Dinter nicht nur in der Spitze neu aufgestellt, sondern vor allem auch in der Breite.

Das war für den 45-jährigen Dinter sogar Grundvoraussetzung gewesen, das Amt des „Chefs“ zu übernehmen. Denn: „Ich werde nicht der Vereinsmeier und Hans Dampf in allen Gassen sein können, der vielleicht erwartet wird. Ich brauche viele Schultern und Köpfe“, betonte der Nachfolger von Burkhard Bora in seiner Antrittsrede.

In der präsentierte er außerdem neue Leitlinien für die FSV Werdohl, deren neun Punkte im rappelvollen Saal mit großem Applaus aufgenommen wurden. Dinter nannte anschließend die Integration der eigenen Nachwuchsspieler in die beiden Seniorenmannschaften als vorrangiges Ziel – um dann fast nebenbei eine Vision einfließen zu lassen, die von den FSV-Mitgliedern sehr interessiert aufgenommen wurde: Der sehr selten optimal bespielbare bzw. für den Trainingsbetrieb nutzbare Naturrasen im Riesei-Stadion soll kurz- bis mittelfristig einem weiteren Kunstrasengeläuf weichen, das eine Tartanbahn umgeben soll.

Ins Detail wollte Dinter noch nicht gehen. Allerdings kündigte er bereits einen Antrittsbesuch bei der Stadt an – dann dürfte dieser Vorschlag zur Sprache kommen. Seine wichtigste Aufgabe umschrieb Thomas Dinter so: „Alte Herren, Jugend und Senioren müssen noch enger zusammenrücken. Wir wollen eine große Gemeinschaft mit Herzblutgefühl werden, da haben wir vielleicht noch ein bisschen Nachholbedarf.“

Mit dem 2. Vorsitzenden Christian Schmidt (bis 2013) und Schatzmeister Ufuk Akman (bis 2014) wurden ehemalige Spieler der FSV ebenfalls einstimmig neu gewählt. Sogar (noch) nicht einmal Vereinsmitglied ist mit André Reichelt der neue stellvertretende Schatzmeister, während die neue 2. Geschäftsführerin Monika Jurcevic schon Erfahrung im FSV-Nachwuchs sammelte. Der 16-jährige Kevin Tank wurde zum Schiedsrichter-Obmann gekürt. „Dass wir ein so junges Vorstandsmitglied haben, geht in die Geschichte ein. Hut ab“, freute sich Thomas Dinter über die Bereitschaft des Youngsters zur Mitarbeit.

Das gilt genauso für den stattlichen Beisitzer-„Clan“, der aus verdienten (Gründungs-) Mitgliedern, ehemaligen Trainern und Funktionären besteht: Mit Dieter Putze, Uli Solmecke, Jürgen Henke, Michael Dinter, Manfred Lopatenko, Udo Klüter, Burkhard Bora, Thomas Kauth, Thomas Drost und Dominik Krämer als Spieler aus der ersten Mannschaft versprachen zehn Herren ihre Unterstützung für die Belange der FSV. „Da sind große Köpfe dabei, ich kriege richtig Gänsehaut“, so Thomas Dinter.

Nüchtern fiel naturgemäß das Zahlenwerk des Kassenberichts aus. Unverändert ist die FSV schuldenfrei, das Jahresdefizit in Höhe von 7600 Euro (193 062 Euro Einnahmen, 200 702 Euro Ausgaben) konnte durch Rücklagen aufgefangen werden. Das Vermögen des Hauptvereins ist etwa genauso groß.

Von Lars Becker

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