Werdohler findet im Garten Mammutzahn

Der Mammutzahn.

WERDOHL - Wer seinen Garten umgräbt, rechnet nicht unbedingt damit, ein Fossil zu finden. Genau das ereignete sich aber vor rund fünf Wochen in dem Garten einer Werdohlerin: Sie hielt plötzlich das Stück eines vermutlich rund 70 Millionen Jahre alten Mammutzahns in den Händen.

„Dass es sich um ein Fossil handeln muss, war eigentlich sofort klar“, erinnert sich ein Leser, der die Redaktion jetzt über den ungewöhnlichen Fund informierte. Nachdem er herausgefunden hatte, wer in dieser Situation sein Ansprechpartner sein könnte, wandte sich der Werdohler an die für Archäologie zuständige Stelle des Landwirtschaftsverbandes Westfalen-Lippe – und sandte dort auch Fotos ein.

Eine Antwort erhielt er von Professor Dr. Michael Baales, dem Leiter der Außenstelle Olpe. Dieser bestätigt, dass es sich bei dem Fundstück um ein Backenzahnfragment eines Mammuts handelt. Allerdings wundert er sich sehr über den Fundort: „Was nicht sein kann, ist der primäre Fundort Garten. Es handelt sich auch nach Auskunft unseres Paläontologen aus Münster um ein typisches Stück aus einem eiszeitlichen Schottervorkommen wie Niederrhein, Lippe, Ems oder Emscher.“ Professor Dr. Michael Baales fragt, ob das Zahnfragment möglicherweise irgendwann einmal in dem Werdohler Garten entsorgt worden sein könnte.

Interesse an der Besichtigung des Fundortes hätte der Leiter der LWL-Archäologie-Außenstelle in Olpe bisher nicht angemeldet, berichtet der Werdohler im Gespräch mit der Redaktion.

Von Carla Witt

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