Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg 

Bombenfund auf Werdohler Waldfriedhof - Blindgänger entschärft

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Diese Stabbrandbombe lag so offen im Wald in der Nähe des Friedhofs Biesenberg bei Dresel.

Werdohl - Timo Zastrow aus Werdohl hat durch Zufall einen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Die Brandbombe lag bei Dresel einfach so im Wald.

Der Ütterlingser Timo Zastrow war am Mittwoch Abend auf der B 236 auf dem Weg nach Hause und musste mal kurz austreten. An der Einfahrt zum Waldfriedhof Biesenberg bei Dresel hielt er sein Auto an und ging ein paar Schritte zu den dortigen Mauerresten. Auf dem Boden sah er ein unauffälliges Stück Metall liegen und es überkam ihn, dass damit wohl etwas nicht in Ordnung sein sollte.

Zastrow hatte einen Verdacht, fotografierte das angerostete Teil und fuhr nach Hause. Bei einer Internetrecherche stellte er fest, dass es sich bei seinem Fund tatsächlich um einen Blindgänger einer sogenannten Stabbrandbombe aus dem Zweiten Weltkrieg handeln müsste.

Kampfmittelräumdienst rückt an

Er verständigte die Polizei und zeigte den Beamten seinen Fund. Die Polizisten lobten den Mann und gestanden, in dem Metallstück nicht unbedingt eine gefährliche Bombe erkennen zu können. Die Polizei verständigte Baubetriebshof und Ordnungsamt der Stadt Werdohl. Die sicherten die Stelle ab und riefen den Kampfmittelräumdienst, der die Bombe entschärfte und entsorgte.

Stabbrandbomben wurden in großen Mengen aus Flugzeugen der Alliierten abgeworfen. Der Aufschlagzünder bei diesem Fund war bereits betätigt worden, da dieser fehlte fand Timo Zastrow heraus. Die Bombe war immer noch scharf. Selbst nach fast 70 Jahren gehe von so einer Bombe eine immense Gefahr aus.

Gefährliche Relikte des Krieges

Zastrow, Vater eines 14 Monate alten Sohnes, macht sich Sorgen: „Wenn Kinder so ein Ding angefasst und damit herumgespielt hätten – nicht auszudenken.“ Es sei sehr wichtig, dass die Bevölkerung wisse, dass solche Relikte des Krieges immer noch in unseren Wäldern liegen. Zastrow: „Gerade diese Stabbrandbomben sind so unscheinbar, dass man kaum so etwas so Gefährliches dahinter vermutet. Wanderer, Pilzsucher oder spielende Kinder sind gefährdet, sobald diese Brandbomben berührt werden.“

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