Defibrillator für den Löschzug Stadtmitte

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Zugführer Christof Niggemann (stehend links) und sein Stellvertreter Andreas Wäsche (knieend links – mit dem Defibrillator in der Hand) freuen sich gemeinsam mit dem gesamten Löschzug Stadtmitte über die Spenden heimischer Unternehmer.

Werdohl - Dank großzügiger Spenden hat der Löschzug Stadtmitte der Freiwilligen Feuerwehr Werdohl seine Ausrüstung jetzt um wichtige und hilfreiche Komponenten erweitern können.

Verschwitzt, verschmutzt und erschöpft tritt ein Feuerwehrmann nach seinem Einsatz aus dem Rauch heraus. Sein Herz schlägt auf Hochtouren. Am Ende seiner Kräfte sackt er zusammen. Sein überanstrengtes Herz quittiert einfach den Dienst. Wenn eine solche Situation in Werdohl einmal tatsächlich eingetreten wäre, hätten die Kameraden des Mannes ihm bisher nicht helfen können. Denn – unglaublich, aber wahr – ein Defibrillator war nicht Teil ihrer Ausrüstung.

Ein Defibrillator, oder auch: Schockgeber ist ein medizinisches Gerät, welches durch gezielte Stromstöße ein Herz wieder in Gang setzen kann. Der Löschzug Stadtmitte der Freiwilligen Feuerwehr hat sich deshalb gewünscht, eine solche Apparatur mit auf dem Einsatzwagen zu haben, erklärt Zugführer Christof Niggemann.

Für Feuerwehr und Bevölkerung

Sein Stellvertreter Andreas Wäsche hat also sämtliche Firmen und Unternehmen im Einsatzbereich des Löschzuges angesprochen. „Und eigentlich alle haben sich sofort beteiligt.“ Dank dieser Sponsoren kam die notwendige Summe von 1700 Euro zusammen. Angeschafft wurde ein AED, ein automatisch externer Defibrillator. Niggemann erläutert: „Das Gerät spricht mit dem Benutzer. Es ist also von Jedermann im Ernstfall bedienbar.“ Und es schütze eben nicht nur die Feuerwehrleute, sondern käme auch der Bevölkerung zugute.

Die medizinische Apparatur ist mittels Gummi sturzgeschützt und somit robust. Außerdem ist der AED spritzwassergeschützt. „Wir hatten am Ende sogar gut 1000 Euro mehr als benötigt“, freut sich Wäsche.

Wintermützen und Basecaps

Und mit ihm strahlten die Kameraden des Löschzuges. Denn vom weiteren Geld wurden Wintermützen und Basecaps für jedes Löschzug-Mitglied angeschafft. Diese Kopfbedeckungen schützen dann auch den Brandlöscher, der nach dem Einsatz schwitzend in die Kälte tritt. „Das freut dann auch die jeweiligen Arbeitgeber“, stellt Zugführer Niggemann klar.

Wer denkt, dass der Löschzug Stadtmitte nun optimal ausgerüstet sei, der irrt. Der Zugführer verrät: „Unser Rüstwagen ist 25 Jahre alt und der Einsatzleitwagen 15 Jahre. Beide Fahrzeuge müssen aufgrund gesetzlicher Vorgaben kommendes Jahr aus Altersgründen ausgemustert werden.“ Ersatz für die beiden Einsatzfahrzeuge koste viel Geld, auf jeden Fall, schätzt Zugführer Niggemann, eine sechsstellige Euro-Summe.

Übrigens sucht der Löschzug Stadtmitte weitere Mitstreiter. Wer sich einfach einmal unverbindlich informieren möchte, ist eingeladen, um zum allwöchentlichen Arbeitseinsatz der Kameraden zu kommen. Sie treffen sich jeden Mittwoch ab 18 Uhr am Gerätehaus Stadtmitte an der Schulstraße.

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