Feuerwehr hilft im Münsterland

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Land unter in der Innenstadt von Greven.

Werdohl - Nach dem Unwetter von Montagnacht war die Werdohler Feuerwehr zur Unterstützung nach Greven gefahren, um die Kollegen vor Ort zu unterstützen. Dort helfen sie in der Innenstadt sowie auf einem Gestüt, die Wassermassen abzupumpen.

Es ist 13.55 Uhr am Dienstagnachmittag, als der Feuerwehrmelder von Hauptbrandmeister Markus Jacoby Alarm schlägt. Der Einsatz lautet „Überörtliche Hilfe, Hochwasser im Kreis Steinfurt“. Umgehend finden sich neun Feuerwehrleute des Löschzuges II Kleinhammer am Gerätehaus ein. Gegen 14.30 Uhr rückt ein Fahrzeug in Richtung Hagen aus. Ziel ist die Feuerwehrwache in Hagen Hohenlimburg, wo etwa 40 Fahrzeuge unter anderem aus Altena, Herdecke, Hemer und Hagen zusammentreffen. Nach einer Lagebesprechung setzt sich der Konvoi gegen 16.30 Uhr in Bewegung, um die Kameraden in Greven zu unterstützen. Um 19.15 Uhr erreichen die Fahrzeuge Greven.

Dort werden die Werdohler zunächst in der Innenstadt eingesetzt. Es gilt, mittels Tauchpumpen und Tragkraftspritzen zahlreiche Keller von Wasser zu befreien. Nach mehreren Stunden legen die Blauröcke eine kurze Stärkungspause ein, bevor es zu einem Gestüt geht.

Dort treffen die Einsatzkräfte um kurz nach Mitternacht ein. Das Hauptgebäude sowie sämtliche Nebengebäude mit Ställen sind von Wasser umgeben. Teilweise steht der Pegel bei 70 Zentimetern. Zunächst kümmern sich die Helfer darum, den Wasserstand im Keller bei etwa 20 Zentimetern zu halten. Später nehmen sich die Feuerwehrleute der Lage um den Hof herum an.

Ununterbrochen sind die in den Fahrzeugen eingebauten Pumpen im Einsatz. Damit können die Helfer 10 000 Liter in der Minute abpumpen. Auch ein Bullenstall steht unter Wasser. Den Feuerwehrleuten gelingt es, die im Stall befindlichen Tiere vor dem Wasser zu retten.

Etwa acht Stunden lang pumpen die Werdohler Wasser rund um das Gestüt ab. Am Ende sind es etwa 800 000 Liter, die von den Feuerwehrleuten entfernt werden können. Gegen 11.30 Uhr treffen die erschöpften aber frohen und unverletzten Helfer wieder in Kleinhammer ein. Nachdem das Fahrzeug wieder einsatzfähig gemacht ist, fallen die neun Feuerwehrleute schließlich in ihre Betten. - jape

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