Ausschreibung wird vorbereitet

Vieles auf Anfang bei der Feuerwehr

Auf dieser noch als Parkplatz genutzten Fläche am Grasacker soll das Gerätehaus entstehen. Die Drehleiter ist schon mal symbolisch darauf geparkt worden.
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Auf dieser noch als Parkplatz genutzten Fläche am Grasacker soll das Gerätehaus entstehen. Die Drehleiter ist schon mal symbolisch darauf geparkt worden.

Während der Ratssitzung am Montag, 22. Februar, wird immer noch keine Entscheidung zum Bau eines Feuerwehrgerätehauses am Grasacker fallen – einen neuen Informationsstand gibt es dennoch. 

Werdohl - Bürgermeister Andreas Späinghaus (SPD) ist zwar erst seit wenigen Tagen wieder im Amt, das Thema stehe aber ganz oben bei ihm auf der Aufgabenliste.

Am Montag will die Verwaltung den Ratsmitgliedern mitteilen, dass das Unternehmen DU Diederichs Projektmanagement mit der Grundlagenarbeit für eine Ausschreibung tätig geworden ist. Diederichs wurde 1978 in München gegründet, die gerade für Werdohl zuständige Niederlassung Wuppertal gibt es auch schon seit 1986. DU Diederichs hat seinen Unternehmenssitz mittlerweile in Berlin.

In Zusammenarbeit mit den Projektmanagern habe die Verwaltung erfahren, dass später zwei Ausschreibungen in einer Form nötig seien. Wie von der CDU als Prüfauftrag gefordert, soll ein Investitionsmodell gegenüber dem Bau mit einer Generalunternehmung abgewogen werden. Beim Investitionsmodell verkauft die Stadt ihr Grundstück am Grasacker an das investierende Unternehmen, das baut das Gerätehaus und vermietet Gebäude und Grundstück an die Stadt.

Bei diesen Überlegungen habe man erfahren, dass auch das städtische Grundstück Teil der späteren Ausschreibung sein müsse. Auch dazu trage das Projektmanagement für die Stadt Grundlagen zusammen.

Das andere Modell ist der Bau durch eine Generalunternehmung. In diesem Fall bleibt das Grundstück im Besitz der Stadt, nach Fertigstellung des Baus kauft die Stadt das Feuerwehrgerätehaus zu einem vereinbarten Preis.

Das Ergebnis der noch zu erstellenden Ausschreibung werde zeigen, welches der beiden Modelle das für die Stadt günstigere ist. Das Vergaberecht besage wahrscheinlich, dass die Stadt das günstigere Modell wählen müsse. Späinghaus konnte die zeitlichen Abläufe der Ausschreibung nicht nennen. Er sei erst wenige Tage wieder zurück an seinem Schreibtisch, in allen Details stecke er noch nicht wieder drin. „Wir stehen nach wie vor unter Zeitdruck, so schnell wie möglich ist mir am liebsten“, antwortete er auf die Frage nach Fristen. Um wieder voll ins Thema zu kommen, werde er bald mit den Wuppertaler Projektplanern persönlich Kontakt aufnehmen.

Am Montag werde jedenfalls der Rat auf den aktuellen Stand der Planungen gebracht. Die Verwaltung werde auf Antrag der CDU zu dem Thema berichten.

Im Rathaus werde mit allen Abteilungen an den Planungen für das neue Feuerwehrgerätehaus gearbeitet. Noch in der vergangenen Woche habe sich der verwaltungsinterne Arbeitskreis mit dem Thema beschäftigt, so Späinghaus. Beteiligt seien dort neben der Kämmerei und der Bauabteilung auch weitere Abteilungen wie das Ordnungsamt und natürlich auch Feuerwehrchef Kai Tebrün.

Als Späinghaus zwar schon gewählt, aber noch nicht im Amt war, hatte er beim Thema Feuerwehr auf die Tube gedrückt. „Am meinem ersten oder zweiten Arbeitstag im November haben wir im Rathaus den Arbeitskreis installiert“, so Späinghaus. Vorher habe sich im Rathaus „so gut wie niemand“ mit dem Gerätehaus-Neubau befasst. Jetzt seien die Dinge in Bewegung, Späinghaus: „Da ist jetzt Fluss drin.“

Der Stadtverwaltung ist in jeder Hinsicht unter Zugzwang: Vergangenen September demonstrierten die ehrenamtlichen Feuerwehrleute vor dem Rathaus, um deutlich zu machen, wie dringlich sie eine neue Unterkunft in der Stadtmitte brauchen. Das Gerätehaus an der Neustadtstraße ist zu klein, die für 2022 und 2023 bestellten Fahrzeuge werden dort nicht mehr hineinpassen. Zum anderen gilt die Ausnahmegenehmigung in der Brandschutzbedarfsplanung nur bis zum 31. Juli 2023.

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