Corona-Auswirkungen

Werdohler Feuerwehr die erste im Kreisgebiet: Brandschutzerziehung jetzt digital

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Die Werdohler Feuerwehr erarbeitete in Kooperation mit der Kita St. Bonifatius die neue Form der Brandschutzerziehung in Zeiten von Corona. Die gebundene Mappe wurde jetzt an die Kita-Verantwortlichen übergeben.

Werdohl – Als Mitte März der Corona-Lockdown kam, war für den damals noch designierten Leiter der Werdohler Kinderfeuerwehr schnell klar, dass er die Brandschutzerziehung in den heimischen Kindergärten anders gewährleisten muss.

„Die Nachfrage war ja ungebrochen“, erklärt Alexander Butzelar. Unter der Federführung von Butzelar und Wehrleiter Kai Tebrün entstand im vergangenen halben Jahr ein 49-seitiges Konzept, anhand dessen die Erzieher in den Einrichtungen selbst eine Brandschutzerziehung mit ihren Schützlingen durchführen können. Dieses Konzept ist in digitaler Form, aber auch in einer gebundenen Mappe erhältlich. 

Angelegt ist die Brandschutzerziehung auf fünf Tage. Dabei lernen die Mädchen und Jungen beispielsweise, warum Rauch nicht nur gefährlich ist, sondern sogar schlimmer sein kann als Feuer. Die Kinder erfahren, dass die Aufgaben der Feuerwehr lauten: Retten, Bergen, Löschen und Schützen. Sie teilen Flammen in „gutes und böses Feuer“ ein. Und bei praktischen Übungen trainieren sie beispielsweise, einen Türschlitz mit Jacken und Decken zu verstopfen, um so hinter der Tür vor Qualm und Rauch geschützt zu sein. 

Zusammenarbeit mit der Kita St. Bonifatius

Während der Entwicklungsphase haben Butzelar und Tebrün mit der Kita St. Bonfatius an der Kirchstraße eng zusammengearbeitet. Zwei Mal wurden Entwürfe des Konzeptes in der Einrichtung getestet. Butzelar erklärt: „Nach den Praxistests wurde die im Konzept erzählte Geschichte etwas gekürzt und das Wissensspiel leicht vereinfacht.“ 

Helma Neuberger, Leiterin der Kita St. Bonifatius, freut sich jetzt auf die Projektwoche, in welcher die Brandschutzerziehung dann für alle Mädchen und Jungen durchgeführt wird. „Wir wissen noch nicht genau, wann wir das machen werden. Aber der Zeitraum nach den Herbstferien und vor Weihnachten bietet sich ja an, weil das die Jahreszeit ist, in welcher durch den Advent Flammen und Kerzen allgegenwärtig sind“, sagt sie. 

Andere Feuerwehren zeigen bereits Interesse

„Die Werdohler Feuerwehr ist damit kreisweit die erste, die Brandschutzerziehung in digitaler Form anbietet, vielleicht sogar bundesweit die erste“, sagt Alexander Butzelar stolz. Er und Tebrün freuen sich bereits jetzt schon über den großen Erfolg ihrer Aktion: Die Feuerwehren in Iserlohn, Menden und Lüdenscheid wollen das von der Werdohler Wehr entwickelte Konzept nun übernehmen. Der Verband der Feuerwehr Märkischer Kreis will die digitale Version des Konzeptes auf ihrer Homepage zum Download bereitstellen. 

Und mittlerweile ist Butzelar auch offiziell Leiter der neuen Kinderfeuerwehr in der Stadt an der Lenne und Verse. Die Auftaktveranstaltung fand Mitte des Monats in Kleinhammer statt. Nun treffen sich die mehr als 30 Aktiven alle zwei Wochen.

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