Wortspiele, Empathie und eingängige Melodien

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Aufmerksam verfolgten viele Mädchen und Jungen, wohin die Reise mit Klaus Foitzik sie führte.

Werdohl - Mit Wortwitz, Einfühlungsvermögen und ganz viel Musik hat der Kinderliedermacher Klaus Foitzik am Freitagnachmittag Werdohler Kinder mit auf eine Reise in den Dschungel der Gefühle genommen. So lautete der Titel des rund einstündigen Programms, das der gebürtige Letmather im Rahmen des Ferienprogramms der Stadt auf dem Parkplatz Alte Post präsentierte und mit dem er sogar die zwischenzeitlich aufziehenden dunklen Regenwolken vertrieb.

Über Gefühle zu sprechen, ist so eine Sache. Das liegt nicht jedem. Der mehrfach ausgezeichnete Kinderliedermacher Klaus Foitzik versuchte es deshalb mit eingängigen Melodien, denn in Noten gefasst, kommen einem manche Worte leichter über die Lippen.

Zu Beginn legte Foitzik zusammen mit den Kindern die Reiseroute fest: Welche Gefühle gibt es eigentlich? Mit den Antworten der Mädchen und Jungen standen auch die Orte fest, die besucht werden sollten.

Spaß in Spaß an der Freude

Zuerst ging es nach – Achtung, Wortspiel – Spaß an der Freude. In dem kleinen Städtchen mit seinen ganz offensichtlichen fröhlichen Einwohnern stimmte der Künstler ein Lied an, in dem er die Vorteile des Lachens aufzählte. Unter anderem macht es nach seiner Einschätzung keinen Dreck, vor allem aber kostet es kein Geld.

Mit Klaus Foitzik in den Dschungel der Gefühle

Doch es gibt auch Orte, da hat man nichts zu lachen. Der Tränenfluss ist so einer. Dort wohnen die traurigen Leute. Oder das Jammertal, wo der Musiker Klaus Foitzik in die Rolle eines quengeligen Kindes schlüpfte und die Kinder die Rolle der Mutter übernehmen ließ. Heraus kam dabei ein lustiger Wechselgesang im Blues-Gewand.

Am Tränenfluss im Jammertal

Noch schlimmer als am Tränenfluss oder im Jammertal ist es aber in Schrecklinghausen, wo die Monster und die Geister hausen. Um nicht von der Angst übermannt zu werden, setzte Foitzik eine Löwenmaske auf. Das dazu gehörende Gebrüll forderte er in einem rockigen Song von den Kindern ein, die diese Aufgabe gewissenhaft, vor allem aber in vielen Tonlagen erledigten.

Klaus Foitzik und seine Ente mit dem seltsamen Namen Pudding sorgten für viel Spaß.

Letzte Station der Reise war – wie konnte es anders sein? – das Sauer-Land, wo ein Vulkan manchmal für einen Wut-Ausbruch sorgt. Wieder so ein Wortspiel von Klaus Foitzik! Dafür hatten die Kinder wahrscheinlich weniger Sinn als die anwesenden Erwachsenen. Stattdessen interessierten sich die Kleinen im Publikum für die Utensilien, die Foitzik in seiner Wutkiste mitführte, um Wutausbrüche unter Kontrolle zu bringen.

Rückkehr nach sieben Jahren

Vor sieben Jahren war Foitzik mit diesem Programm schon einmal in Werdohl zu Gast gewesen, im Rahmen des Kultursommers. Auch diesmal fand er wieder ein aufmerksames Publikum, das die Reise in den Dschungel der Gefühle gerne mitmachte. Gefühle sind eben ein zeitloses Thema, über die man immer sprechen – oder notfalls eben singen – kann.

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