Werdohler fahren ans Mittelmeer

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Das Team im Reisebüro Christ berät natürlich auch Last-Minute-Urlauber. ▪

WERDOHL ▪ „Ich brauche eine Woche Sonne.“ Mit diesen Worten betreten die Werdohler, genervt vom derzeitigen Schmuddelwetter, die Reisebüros in der Innenstadt. Geholfen werden kann den Sonnenhungrigen dort schnell. Meistens spontan gebucht werden jetzt Ziele in der Mittelmeerregion, von Spanien bis Griechenland.

Aus aktuellem Anlass dreht sich in den Reisebüros in der Werdohler Innenstadt derzeit nicht alles um Reiseziele im sonnigen Süden. Gespannt schaut auch Steffi Bärwald, Inhaberin des Lennetaler Reisebüros, auf Nachrichten zu den Krawallen in London. „Bisher hat sich noch niemand erkundigt“, sagt sie, wie auch ihre Kollegin Brigitte Christ vom gleichnamigen Reisebüro. „Ich vertraue darauf, dass die Briten die Sache in den Griff bekommen“, betont Christ. Bärwald hat die meisten Buchungen für London-Städtereisen erst im September. Bei beiden sind die Kunden also noch nicht unruhig, auch wenn das Auswärtige Amt deutsche Reisende warnt, besondere Vorsicht walten zu lassen.

Erleichterung herrscht auch aufgrund des nicht-eingetretenen Fluglotsenstreiks in Deutschland. Jetzt steht die Schlichtung an, sodass mindesten für vier Wochen nicht gestreikt werden darf (Friedenspflicht).

Wohin zieht es die Werdohler denn nun in ihrem Sommerurlaub? „Der komplette Mittelmeerraum ist beliebt“, weiß Steffi Bärwald. „Die Balearen, die Türkei und Griechenland“, kann Brigitte Christ auch die beliebtesten Ziele aufzählen. Hier gelte meistens eine Zahl unter vier Flugstunden führt Christ weiter aus. Im Lennetaler Reisebüro sind derzeit auch USA-Reisen sehr beliebt.

Eher „out“ bei spontanen Buchungen sind die deutschen Küsten, wobei Christ einschränkt, dass Wellness- und Vitalreisen nach Bayern, die deutsche Fahne für Urlaubsziele hochhielten. Gebucht worden sind Nord- und Ostseereisen natürlich auch von den Werdohlern, jedoch sehr frühzeitig.

Bei einem Ziel sind sich die beiden Inhaberinnen der Reisebüros sogar einig: Sie schwärmen von den Kapverdischen Inseln. „Nur zwei Regentage im Jahr“, betont Bärwald und Brigitte Christ fliegt demnächst selbst für eine Woche dort hin.

Den typischen Werdohler Urlauber gibt es hingegen nicht, wenn man nach den Aussagen der beiden Reiseexpertinnen geht. „Viele wollen jedes Jahr etwas neues kennenlernen. Immer seltener suchen die Leute immer wieder das gleiche Ziel auf“, berichtet Brigitte Christ aus ihren Erfahrungen. „Die Werdohler sind flexibel“, meint Steffi Bärwald. Dann steht vielleicht auch einem Last-Minute-Flug in die Sonne nichts im Wege. ▪ David Schröder

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