Werdohler Eltern erhalten Tipps für guten Schulstart

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Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Kitas hatten Spiele und Bücher mitgebracht, mit denen Kinder gefördert werden können.

Werdohl - Klettern, balancieren, tanzen, malen, basteln, vorlesen und vieles mehr – die Liste der Tätigkeiten, mit denen Mütter und Väter ihren Kindern den Schulstart erleichtern können, ist lang. Viele Tipps bekamen die Eltern, die am Dienstagnachmittag die Informationsveranstaltung der Stadt Werdohl in Zusammenarbeit mit den Kindertagesstätten und Grundschulen besucht haben.

Im Schulungsraum der Feuerwehr in Kleinhammer begrüßte Regina Wildenburg von der Stadt Werdohl Mütter und Väter, deren Kinder in zwei Jahren eingeschult werden. Stichtag, so Wildenburg, sei der 30. September 2012: „Für alle Kinder, die bis zu diesem Datum geboren wurden, beginnt am 1. August 2018 die Schulpflicht.“ Bis Mitte November des kommenden Jahres sollten diese Mädchen und Jungen angemeldet werden, erklärte Wildenburg. Dabei hätten die Erziehungsberechtigten freie Wahl zwischen den Grundschulen im Stadtgebiet: der Städtischen Gemeinschaftsgrundschule Werdohl mit den Standorten Königsburg und Kleinhammer, der Städtischen Evangelischen Martin-Luther-Grundschule und der Städtischen Katholischen Grundschule St. Michael.

Eine Informationsveranstaltung für die Eltern der Vierjährigen finde in jedem Jahr statt, stellte Wildenburg fest. Denn die Eltern hätten jetzt noch genügend Zeit, ihr Kind auf den Schulstart vorzubereiten und ihm diesen zu vereinfachen. Worauf sie achten sollten und welche Fördermöglichkeiten es gibt, erklärte Sibille Böddecker, die Leiterin der Gemeinschaftsgrundschule Werdohl. Eine wichtige Rolle spiele natürlich die Gesundheit des Kindes. Doch auch das Sozialverhalten, elementares Wissen und die Sprache seien wichtige Aspekte in Zusammenhang mit der Einschulung.

Böddecker riet den Eltern: „Gehen Sie mit ihrem Kind möglichst oft nach draußen, auch im Winter.“ Bewegung – beispielsweise laufen, hüpfen oder Ballspiele – seien nicht nur förderlich um Ausdauer und Fitness zu steigern, sondern auch ein gutes Training für die Motorik. Auch die Feinmotorik könne im Alltag problemlos trainiert werden: Schneiden und kleben, das Auffädeln von Perlen oder der Umgang mit Bausteinen seien geeignet.

Auch die Schulung der Wahrnehmung der Vorschulkinder – visuell, auditiv und aktiv – sei von Bedeutung. „Kinder sollten Farben, Formen und Muster erkennen können. Sie sollten beispielsweise im Straßenverkehr hören, wenn sich ein Auto nährt.“ Auch sollten sie in der Lage sein, glatte, raue und weiche Materialien zu erfühlen und diese zu unterscheiden.

Stichwort Sprache: Böddecker riet den Eltern, stets vollständige Sätze zu formulieren, deutlich zu sprechen und möglichst viele Wörter zu verwenden. Sie sagte: „Wenn ihr Kind Laute nicht deutlich ausspricht, suchen sie frühzeitig einen Logopäden auf. Das gibt sich nicht von selbst.“

Nach dem Kurzreferat hatten die Eltern Gelegenheit, diverse Spiele zu testen, mit denen Vorschulkinder gefördert werden können. Den Spieleparcour hatten Erzieherinnen aller Kindertageseinrichtungen in Werdohl gemeinsam vorbereitet. Für Fragen standen sie den Eltern ebenso zur Verfügung, wie die Leiterinnen aller Werdohler Grundschulen und Vertreter der Stadt Werdohl.

Eltern, die den Termin am Dienstag in Kleinhammer nicht wahrnehmen konnten, können Informationen zur Einschulung und zu diversen Fördermöglichkeiten bei der Stadt Werdohl, Tel. 0 23 92 /91 72 49, E-Mail: s.wnek@werdohl.de als Mail anfordern. In den Kitas könnten entsprechende Flyer herausgegeben werden, erklärte Regina Wildenburg.

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