Werdohler „Denkmalsteig“ im Klettersteigführer Deutschland vermerkt

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Olaf Hidden (links) und Fred Lange (Mitte) freuen sich mit Manfred Hoh darüber, dass im Klettersteigführer für Deutschland auch Werbung für den sogenannten „Denkmalsteig“ an der Altenaer Straße gemacht wird. Gemeinsam hatten Hidden und Lange in Eigeninitiative diesen Steig (auch mit Unterstützung der Feuerwehr) angelegt.

Werdohl - Der Klettersteig an der Altenaer Straße gehört seit kurzem zu den rund 200 Objekten, die in einem gerade veröffentlichten Klettersteigführer für Deutschland berücksichtigt wurden.

Herausgegeben wurde dieses Buch vom Alpinverlag in Bad Häring im österreichischen Tirol. 

Ganz offensichtlich hatte es sich bis in die Alpenrepublik herumgesprochen, dass es hier an der Lenne einen solchen Steig gibt, der – so die Feststellung des Verlages – eher eine Seltenheit für das Sauerland darstellt. Er sei, so Bürgerstammtisch-Sprecher Manfred Hoh, vor einiger Zeit vom Alpinverlag angerufen worden – verbunden mit der Bitte, einige Bilder zur Verfügung zu stellen. Das ist geschehen. 

Was daraus geworden ist, konnte er am Dienstagabend präsentieren. Auf zwei Seiten dieses Buches wird der hier als „Denkmalsteig Werdohl“ benannte Felsen vorgestellt – versehen mit zwei Fotos, einem Stadtplan und einer Skizze, die den Weg von der Altenaer Straße bis zum sogenannten Denkmalplatz deutlich macht. Eingerichtet wurde dieser Steig schon vor einiger Zeit vom hiesigen Bergsteiger Fred Lange und Olaf Hidden. Bis er nutzbar wurde, war viel Aufwand zu betreiben, beschrieb Olaf Hidden die Bemühungen im Vorfeld. Der Hang musste entgrünt und lockeres Gestein auch mit Hilfe der Feuerwehr entfernt werden. 

Erst danach wurden Anker und Stufen in den Fels eingefügt und Stahlseile zur Sicherung angebracht. Sechs Wochenenden und so manchen Abend haben die Arbeiten in Anspruch genommen, so Hidden. Seit die Voraussetzungen zum Klettern bis hinauf zur Aussichtsplattform geschaffen sind, hat so mancher diesen Steig genutzt. Beschrieben wird er vom Alpinverlag als „kurzer Übungsklettersteig im Klettergebiet am Lenneufer“, das vornehmlich an Wochenenden auch von ausländischen Gästen besucht wird. 

Abgesehen von Hinweisen zur Anreise, zu den Parkplätzen in unmittelbarer Nähe und der Route nach oben enthält die Beschreibung auch Bemerkungen über die Qualität des „Denkmalsteiges“. Der Begriff „schön“ ist mit drei Sternen versehen, „gut“ wird mit drei Kreuzen honoriert. Der Schwierigkeitsgrat ist mit A/B gekennzeichnet, die Skala geht bis E. Der Kletterweg nach oben – über 20 Höhenmeter – lasse sich in fünf bis 15 Minuten absolvieren. Zurück zur Ausgangsstation dauere es zehn Minuten. Empfohlen wird eine Nutzung dieser Passage in den Monaten zwischen April und November. 

Als Ausrüstung sind Helm und Klettersteigausrüstung angeführt. Und damit auch Ausländer Freude an diesem besonderen Angebot in Werdohl haben, sind die wichtigsten Hinweise auf diesen zwei Buchseiten auch in englischer Sprache vermerkt.

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