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Werdohler CDU-Fraktion sieht noch viel Klärungsbedarf

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Von: Volker Griese

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Christoph Plaßmann, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU.
Christoph Plaßmann, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU. © Volker Griese

Geplante Baumaßnahmen der Stadt Werdohl verfolgt die CDU-Fraktion im Rat seit einiger Zeit mit strengem Blick auf die Finanzen. Nicht nur die Entscheidungen über Planung und Bau der neuen Feuerwehrhäuser begleitet sie seit Monaten kritisch, auch die Neugestaltung der Lennepromenade und Investitionen in neue Radwege beobachtet sie mit Argusaugen. Unter anderem die waren am Montag Thema im Rat.

Werdohl ‒ Die Stadtverwaltung hatte Fragen zum Projekt „Naturerlebnis Lennebogen“, die die CDU bei der Haushaltsverabschiedung im Februar gestellt hatte, schon vorab schriftlich beantwortet, um die Planung der Maßnahme schneller ausschreiben zu können. Doch so richtig zufrieden waren die Christdemokraten mit den Auskünften nicht, wie deren stellvertretender Fraktionschef Christoph Plaßmann zum Ausdruck brachte. Es werde noch immer nicht deutlich, wofür das Geld eingesetzt werden solle, kritisierte er. Genauso verhalte es sich mit dem Haushaltsansatz von 10 000 Euro für die Planung von Radwegen. Plaßmann: „Uns ist schleierhaft, wofür das Geld ausgegeben werden soll.“

Am integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept (Isek) mit Bürgerzentrum für das Versetal monierte Plaßmann, dass der Verwaltung erst jetzt aufgefallen sei, dass für das Versetal aufgrund der zu niedrigen Bevölkerungsanzahl keine Mittel aus der Städtebauförderung zu bekommen sind. Die Verwaltung hatte dem Rat den Stand der Dinge bei den verschiedenen Projekten lediglich zur Kenntnis geben wollen, doch das reiche der CDU nicht, betonte Plaßmann: „Wir haben noch Klärungsbedarf!“

Fachbereichsleiter Thomas Schroeder und Bürgermeister Andreas Späinghaus versuchten, die Wogen zu glätten. Noch sei nichts entschieden, die Politik werde in den Fachausschüssen noch rechtzeitig informiert. „Beim Bürgerzentrum für das Versetal steigen wir gerade erst in die Planung ein“, sagte Späinghaus. Auch könne sich die Politik gerne Gedanken machen und eigene Vorschläge einbringen, wo denn – abseits der seit Jahren immer wieder diskutierten Lenneroute – noch Radwege sinnvoll seien.

Jürgen Henke (SPD), Vorsitzender des mit vielen dieser Projekte befassten Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung, sprang der Verwaltung bei: Seine Fraktion gehe davon aus, „dass alles noch einmal in die Fachausschüsse kommt.“ Aus seiner Sicht gelte das insbesondere für die Neugestaltung des Lennebogens. Die muss nach Darstellung der Verwaltung auf jeden Fall noch in diesem Jahr erfolgen, um die bereits zugesagten Fördermittel in Höhe von rund 241 000 Euro in Anspruch nehmen zu können.

FDP-Ratsherr Alexander Lilienbeck bekundete, seine Fraktion könne mit dem Vorgehen der Verwaltung leben, wenn in den Ausschüssen noch detaillierter über die Vorhaben informiert werde.

Derweil beschränkte sich Klaus-Dieter Frick, Fraktionsvize der WBG, auf die Feststellung, dass die Idee eines Bürgerzentrums für das Versetal in der Turnhalle Eveking, auf eine schon 2016 gegebene Anregung seiner Fraktion zurückgehe. In der Tat hatte die WBG mit einem Antrag im Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung im November 2016 eine neue Perspektive für die damals von der Schließung bedrohte Turnhalle Eveking eröffnet. Ihre Idee damals: Die Sportstätte solle mit Mitteln des Strukturförderprogramms Leader vom sportlichen zum gesellschaftlichen Mittelpunkt im Versetal werden.

Mittlerweile ist diese Idee in das Stadtentwicklungskonzept „Masterplan Werdohl 2040“ eingeflossen. Am Dienstagabend hat sich der Bau- und Liegenschaftsausschuss damit befasst, den Auftrag für eine genaue Planung dieses Projektes zu vergeben.

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