Lieferung deckt den Tütchen-Bedarf für ein Jahr

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120.000 neue rote Hundekotbeutel sind gestern beim Bürgerstammtisch eingetroffen. Damit werden die elf Spenderboxen im Stadtgebiet bestückt.

Werdohl - 120.000 neue Hundekotbeutel hat der Bürgerstammtisch am Freitagmorgen eingelagert. Was sich wie eine große Menge anhört, ist aber gerade einmal der Jahresverbrauch für Werdohl.

„Wir brauchen pro Spender etwa 30 Beutel pro Tag, elf solcher Boxen sind aufgehängt – macht 330 Beutel pro Tag“, rechnete Bürgerstammtisch-Sprecher Manfred Hoh vor. Auch diese Menge erscheine nur auf den ersten Blick groß, meint Hoh. Tatsächlich sei das aber eher wenig, „wenn man bedenkt, dass es in Werdohl ungefähr 1000 Hunde gibt“.

Nicht nur an diesen Zahlen lasse sich ablesen, dass es immer noch viele Hundehalter gebe, die die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner nicht einsammeln und in einem kleinen Plastikbeutel in einen Mülleimer werfen. Zwar habe sich die Situation verbessert, seit der Bürgerstammtisch vor elf Jahren damit begonnen habe, im Stadtgebiet die Boxen mit den kleinen „Häufchenhelfern“ aus Plastikfolie aufzuhängen. „Insbesondere vor den Grünflächen am Kletterfelsen und an der Lennepromenade liegen aber immer noch viele Haufen“, berichtete Hoh.

Der Bürgerstammtisch halte es für wünschenswert, dass die städtischen Mitarbeiter des Ordnungsamtes die dafür verantwortlichen Hundehalter feststellten und sie mit einem Bußgeld belegten. Grundsätzlich kann die Stadt jeden Hundehalter, der das Häufchen seines Tieres nicht beseitigt, mit 10 Euro zur Kasse bitten.

Die Kotbeutel konnten bisher immer durch Sponsoren finanziert werden. „Das wird aber zunehmend schwieriger“, berichtete Manfred Hoh. Der Jahresbedarf schlägt mit rund 1100 Euro zu Buche.

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