WBG-Vorstand will keine Öffentlichkeit

WBG-Vorsitzender Christian Klepatz.

Werdohl - Die Werdohler Bürgergemeinschaft hat bereits am 20. Februar 15 der 16 Wahlkreiskandidaten für die Kommunalwahl bestimmt. Die WBG-Mitgliederversammlung tagte unter Ausschluss der Öffentlichkeit, Ergebnisse daraus will WBG-Vorsitzender Christian Klepatz am Freitag herausgeben.

Während dieser Mitgliederversammlung wurde auch der Posten des zweiten Vorsitzenden neu besetzt, was nach dem Austritt von Thomas Janikowski nötig geworden war.

Der Vorstand der WBG habe vor Wochen laut Klepatz „mit knapper Mehrheit“ beschlossen, die Wahlkreiskandidaten ohne Einladung der Presse zu wählen. Man habe sich erkundigt, so sagte Klepatz am Mittwoch auf Nachfrage unserer Redaktion, eine solche Nominierung brauche nicht öffentlich zu sein. „Es gibt keine Verpflichtung zu einer öffentlichen Wahlversammlung“, sagte Klepatz.

Innerhalb des WBG-Vorstands habe es Klärungsbedarf über das Verhältnis zur Presse gegeben. Teile des WBG-Vorstands hätten es für ungerechtfertigt empfunden, dass der Vorsitzende von unserer Redaktion „persönlich angegriffen“ worden sei, sagte Klepatz.

Für Verärgerung beim WBG-Vorstand habe die Berichterstattung und die Kommentierung unserer Redaktion über die Mitgliederversammlung im Oktober geführt. Die Berichterstattung über die WBG sei „einseitig“, gab Klepatz die Meinung von Teilen seines Vorstandes wieder.

Die Mitgliederversammlung hatte im Oktober noch Thomas Janikowski zum zweiten Vorsitzenden gewählt. Der wollte nach langer Krankheit wieder in der vom ihm gegründeten Wählergemeinschaft mitarbeiten. Im Januar hatte Janikowski (wir berichteten) öffentlich seinen Austritt aus der WBG erklärt. Sein Ratsmandat werde er parteilos noch bis zur Kommunalwahl im Mai wahrnehmen und danach nicht mehr antreten.

Janikowski hatte öffentlich mit der WBG abgerechnet: „ In den vergangenen drei Jahren hat die WBG sich in erster Linie mit sich selbst und ihren eigenen Problemen befasst. Die Grundpfeiler des WBG-Programms wie Bürgernähe und Transparenz wurden nicht mehr mit Leben gefüllt.“

Die Namen der 16 Wahlkreiskandidaten, die Platzierungen auf der Reserveliste und die Neubesetzung des stellvertretenden Vorsitzenden will Klepatz am Freitag mitteilen. Am Donnerstag sei noch die Nachwahl einer Wahlkreiskandidatin nötig geworden. Danach könne er sich mit den Namen an die Öffentlichkeit wenden, so der Vorsitzende. - Von Volker Heyn

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