Werdohler Betriebe suchen Azubis

Bei der Spedition Kayser werden noch Auszubildende gesucht.

WERDOHL ▪ Für viele junge Menschen startet Anfang August oder September ihre berufliche Laufbahn mit dem Beginn ihrer Ausbildung. Doch noch sind viele Ausbildungsplätze auch in Werdohl unbesetzt.

Im gesamten Märkischen Kreis gibt es noch 845 Stellen für Azubis, weiß Larissa Probst, Pressesprecherin der Agentur für Arbeit. Zum einen liegt das in ihren Augen daran, dass drei Prozent mehr freie Ausbildungsplätze gemeldet wurden als im Vorjahr. Bestimmte Angebote seien bei Jugendlichen auch eher weniger beliebt.

In Werdohl werden unter anderem noch Kräfte für den Groß- und Einzelhandel gesucht, sei es als Verkäufer oder Kaufmann. Doch Probst weiß, dass diese in der gesamten Region oft unbesetzt bleiben. Auch im verarbeitenden Gewerbe sei der Bedarf an jungen Arbeitskräften höher als die Zahl der Interessenten. Das Hotel- und Gaststättengewerbe sei in den Augen der potenziellen Azubis wegen der Arbeitszeiten eher unattraktiv, berichtet Probst. Dabei gäbe es gerade hier freie Stellen; es werden Fachkräfte im Gastgewerbe und in der Systemgatronomie in der Region gesucht. Unter manchen Berufsbezeichungen können sich einige zudem eher weniger vorstellen. Welche Tätigkeiten sich hinter dem Beruf einer Fachkraft für Lagerlogistik verbergen oder was ein Maschinen- und Anlagenführer eigentlich genau macht, wüssten viele junge Leute nicht.

Das Speditionsunternehmen Kayser hätte noch Plätze für ein bis zwei Azubis zu bieten. Doch die Tätigkeit als Berufskraftfahrer sei – wohl aufgrund der „unattraktiven Arbeitszeiten“ – für viele nicht so interessant, erklärt Axel Neu, Mitarbeiter in dem Betrieb. In Zukunft wolle das Unternehmen sich auch auf Ausbildungsmessen präsentieren, bislang werden die Nachwuchskräfte über die Agentur für Arbeit und Mund-zu-Mund-Propaganda gesucht. Es sei vor allem schwierig, Jugendliche zu finden, die „das bis zum Ende durchziehen“. Dabei bietet die Ausbildung auch Einblicke in die Werkstatt und spätestens im dritten Lehrjahr geht es im Fernverkehr durch ganz Deutschland. Kayser ist auch in den Benelux-Ländern und der Schweiz unterwegs. Bewerber sollten einen Hauptschulabschluss in der Tasche haben und über einen Auto-Führerschein verfügen. Zuverlässigkeit und Einsatzbereitschaft seien weitere wichtige Eigenschaften, so Neu.

In anderen Bereichen können sich die Ausbildungsbetriebe wiederum kaum vor Bewerbern retten. Bei der Sparkasse in Werdohl seien die Stellen mit Ausbildungsbeginn August oder September schon im September oder Oktober des Vorjahres vergeben, erklärt Ausbildungsleiterin Simone Maxwitat. Der Beruf als Bankkaufmann oder -frau „reizt viele“ wegen der vielfältigen Möglichkeiten und dem Kundenkontakt, den er biete.

Weitere freie Ausbildungsstellen in Werdohl und Umgebung finden sich im Internet in der Jobbörse der Agentur für Arbeit.

http://www.arbeitsagentur.de

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