24. Werdohler Bauernmarkt

Regionale Produkte und ein kleiner Streichelzoo

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Im Zelt saßen die Besucher des Bauernmarktes auch bei Nieselregen trocken.

Werdohl - Etwas zu meckern hatten beim Werdohler Bauernmarkt am Freitag offenbar nur die Ziegen. Die beschallten den Parkplatz Alte Post, wo Landwirte und Erzeuger aus Werdohl und der Region ihre Waren anboten, mit ihren hellen, blechernen Stimmen.

Die Händler hatten wenig zu meckern, trotz des für eine Freiluft-Veranstaltung nicht gerade idealen Wetters. „Die Leute kommen und gehen, es ist immer etwas los“, sagte beispielsweise Birgit Hurst, die neben ihren Ziegen auch Brot und andere Backwaren mitgebracht hatte. Davon habe sie schon gut verkauft, berichtete sie mittags. Der Blick auf das höchstens noch halb volle Regal hinter ihr bestätigt die Aussage.

Ganz zufrieden war auch Ulrich Hauenschild. „Wenn man die Erwartungen nicht zu hoch schraubt, wird man auch nicht so leicht enttäuscht“, sagte er Mendener, der mit Ziegenkäse aus eigener Herstellung nach Werdohl gekommen war. Dabei hatte er gar keinen Grund zum Tiefstapeln: An seinen Stand kamen regelmäßig Kunden.

Regionale Produkte begehrt

Auch die übrigen Verkaufsstände wurden frequentiert, denn die Besucher nutzten gerne die Gelegenheit Fleisch und Wurst, Fisch, Honig und Seifen aus regionaler Produktion zu kaufen.

Eine lange Schlange bildete sich in der Mittagszeit am Gemeinschaftsstand des Landwirtschaftlichen Ortsvereins. Das hatte seinen Grund: Dort brutzelten Reibekuchen in heißem Öl, der Duft lockte die Hungrigen in Scharen an.

Am Gemeinschaftsstand des Landwirtschaftlichen Ortsvereins gab es Bratwurst und andere Leckereien.

Manche entschieden sich zwar auch für die Bratwurst, die gleich nebenan von Männerhand über glühender Holzkohle gebräunt wurde, dem Kartoffelgericht konnte sie aber nicht den Rang ablaufen.

Und Kaffee und Kuchen, von den Landfrauen im Zelt serviert, fanden nicht erst am Nachmittag genügend Abnehmer.

Tiere mit Streichelgarantie

Auch für Kinder gab es ein kleines Angebot mit einer Holzkuh, die sich melken ließ und einigen lebenden Tieren. Neben den Ziegen ließen sich mit etwas Glück auch Kälbchen und Kaninchen vom Hof Kirchhof (Ludemert) streicheln.

Auf jeden Fall anfassen ließen sich die Tiere, die die Rollende Waldschule präsentierte: Der Hegering Werdohl/Neuenrade zeigte präparierte Wildtiere.

Der Bauernmarkt fand zum zweiten Mal hintereinander auf dem Parkplatz an der Stadtbücherei statt, erstmals haben der Landwirtschaftliche Ortsverband und die Landfrauen ihn ohne Unterstützung des Stadtmarketings organisiert.

Sehnsucht nach dem alten Standort

Zur 25. Auflage im nächsten Jahr möchte die Mehrheit der Standbetreiber wieder an den früheren Standort auf dem Brüninghaus-Platz zurückkehren. Unter anderem Käseverkäufer Hauenschild hofft, dass sich die Stadt Werdohl mit dem Bauunternehmen und dem Planer auf eine Nachbesserung der Pflasterfläche einigen kann. Auch andere Teilnehmer halten das etwas versteckt liegende Areal hinter der Bücherei für alles andere als optimal.

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