Werdohler Vossloh AG auf gutem Kurs

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Die Vossloh AG - hier der Stammsitz in Werdohl - ist mit dem Verlauf des zweitens Quartals 2017 zufrieden.

Werdohl - Die gute wirtschaftliche Entwicklung hat sich bei dem Werdohler Bahntechnik-Spezialisten Vossloh im zweiten Quartal fortgesetzt. Das hat der Konzern am Mittwoch mitgeteilt.

Die Konzern-Erlöse sind den Angaben zufolge nach sechs Monaten um 16,7 Prozent auf 492,2 Millionen Euro gestiegen. Das operative Ergebnis (Ebit) des Konzerns stieg im ersten Halbjahr 2017 deutlich um 37,1 Prozent, auf 26,6 Millionen Euro. Die Ebit-Marge, ein Indikator für die Umsatzrentabilität, verbesserte sich somit von 4,6 auf 5,4 Prozent. Das sei vor allem auf die gute Geschäftsentwicklung im Geschäftsbereich Core Components zurückzuführen, teilte Vossloh mit.

Der Auftragseingang im Vossloh-Konzern blieb gegenüber dem Vorjahreszeitraum nahezu unverändert bei 465 Millionen Euro, der Auftragsbestand zum 30. Juni lag bei 737,3 Millionen Euro und damit um gut 100 Millionen Euro über dem Vorjahreswert.

Gute Rendite am Stammsitz Werdohl

Im in Werdohl angesiedelten Geschäftsbereich Core Components, der neben dem Geschäftsfeld Fastening Systems seit Anfang 2017 auch die Aktivitäten des Geschäftsfelds Tie Technologies umfasst, wurden in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres Umsätze in Höhe von 174,8 Millionen Euro erreicht. Ohne den Bereich Tie Technologies, der nun Umsätze in Höhe von 43 Millionen Euro beisteuerte, waren es im Vorjahr 106,1 Millionen Euro gewesen.

Vossloh Fastening Systems konnte die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr um 25,3 Prozent auf 133,0 Millionen Euro steigern. Dieses Wachstum sei in erster Linie auf hohe Abrufe von Schienenbefestigungssystemen in China für die Neubaustrecke Peking-Shenyang zurückzuführen, berichtete Vossloh. Für das zweite Halbjahr 2017 erwartet das Unternehmen eine eher schwächere Umsatzentwicklung für den Bereich Fastening Systems.

Ergebnis mehr als verdoppelt

Das Ebit von Core Components hat sich in den ersten sechs Monaten des Jahres auf 26,7 Millionen Euro erhöht und damit gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Die Ebit-Marge stieg auf 15,3 Prozent (Vorjahr: 12 Prozent). Der Auftragseingang im ersten Halbjahr betrug 148,3 Millionen Euro und lag damit um 28 Prozent über dem Vorjahreswert.

Der Umsatz im Geschäftsbereich Customized Modules ging im ersten Halbjahr leicht auf 237,9 Millionen Euro zurück. Ursächlich hierfür seien vor allem auslaufende Hochgeschwindigkeitsprojekte in Frankreich, aber auch geringere Umsatzbeiträge in Schweden gewesen, teilte Vossloh mit. Umsatzzuwächse hätten hingegen in Afrika, insbesondere in Marokko, und in den Niederlanden erzielt werden können.

Umsatzplus in China und Dänemark

Der Geschäftsbereich Lifecycle Solutions weist durch bessere Geschäfte in China und Dänemark ein Umsatzplus von 7,9 Prozent aus.

Im Geschäftsbereich Transportation, in dem nach Veräußerungen in den vergangenen Jahren nunmehr einzig die Aktivitäten von Vossloh Locomotives in Kiel verblieben sind, stieg der Umsatz im ersten Halbjahr um 15,2 Prozent auf 40,2 Millionen Euro. Dies wurde nach Angaben des Unternehmens primär mit diesel-elektrischen Lokomotiven vom Typ DE 18 erzielt.

Das Umsatzziel von Vossloh für das Gesamtjahr 2017 liegt Unternehmensangaben zufolge unverändert zwischen 1,0 und 1,1 Milliarden Euro. Der Vorstand rechnet für den Konzern mit einer Ebit-Marge zwischen 5,5 und 6 Prozent.

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