Werdohler Bahnhof wird Schmuckstück

Die Dachdecker sind momentan auf der Bahnseite damit beschäftigt, das Dach neu einzudecken.

WERDOHL ▪ Es geht voran. Auch wenn die Arbeiten hinter all den Gerüsten und Netzen am Bahnhof kaum sichtbar sind: Der Umbau nimmt Gestalt an – und liegt noch im Zeitplan. Von Michael Koll

Momentan sind die Dachdeckerarbeiten in vollem Gange. Die Flächen des Dachs zur Park-and-Ride-Parkplatzseite, zur Bahnhofsstraße und in Richtung Aldi wurden bereits abgedeckt und die Schalung ist ausgetauscht. Die alten, maroden Gauben bauten die Arbeiter ebenfalls aus und ersetzten sie durch Neue. Aktuell sind die Dachdecker mit der Neueindeckung der Dachflächen beschäftigt. Das Gerüst auf der Bahnseite ist zwischenzeitlich vollständig.

Die Arbeiter, die die Gerüste aufstellten, mussten dies nachts erledigen. Die Arbeiten in der Nacht waren nötig, um die Gerüstbauer vor den Hochspannungsleitungen der Deutschen Bahn zu schützen. So wurden die Hochspannungsleitungen an den zwei Wochenenden abgeschaltet, das Gleis wurde stillgelegt und die Arbeiten am Gerüst konnten fertig gestellt werden.

In den kommenden drei Wochen verkehren auf dem ersten Gleis keine elektrisch betriebenen Triebfahrzeuge. Die Dachdecker werden in dieser Zeit die Dachflächen zur Bahnseite abdecken, die Schalung überprüfen, neue Dachflächenfenster einbauen und eine neue Dacheindeckung aufbringen.

Diese Zeit wird auch dazu genutzt, um die Fassade und den Naturstein am Sockel zu renovieren. Diese Arbeiten sind auf der bahnabgewandten Seite ebenfalls in vollem Gange. So wurde die Fassade gereinigt sowie Vorarbeiten zum Verputzen und Streichen der Fassade erledigt.

Zu diesen Vorarbeiten gehören unter anderem das Ausbessern von Rissen, das Anbringen von Gewebe zur Stabilisierung und das Abstrahlen der Natursteine mit Sand. Des Weiteren wurden bereits die Geländer an den Balkonen entfernt und teilweise Fenster sowie Fensterbänke ausgebaut. Aber auch im Inneren des Gebäude geht es tüchtig voran. So werden aktuell Sanitärräume und Wände entfernt sowie Durchgänge vom Anbau in den Altbau gebrochen. Eine der beiden Heizungsanlagen wird demontiert und die gesamten Heizkörper demnächst weggenommen. Damit im Winter das Gebäude frostsicher ist, wird im nächsten Schritt eine provisorische „Winterheizung“ eingebaut.

Die Demontage geschieht vor dem Winter, damit die weiteren Arbeiten durch das Entfernen der Heizkörper nicht beschädigt werden und es so zu keinem Baustopp kommt. Dazu zählen unter anderem das Einsetzen der neuen Fenster, was zum Großteil noch vor Ende des Jahres erfolgen soll.

Ebenfalls in diesem Jahr sollen noch weitere Durchbrüche, unter anderem für den Haupteingang des Stadtmuseums sowie für den Aufzug, erfolgen.

Die Ideen für den Innenausbau nehmen zudem weitere Gestalt an, indem in Gesprächen mit potentiellen Mietern die genauen Bedürfnisse ermittelt werden.

Ein besonderer Moment für alle Beteiligten in diesem Jahr wird voraussichtlich die Anbringung der Spitze auf dem Treppenturm an der Ostseite des Bahnhofes sein, die derzeit neu angefertigt wird.

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