Werdohler Bahnhof ist durchaus kultur-tauglich

Der Kulturausschuss und Gäste besichtigten gestern Nachmittag den Bahnhof, um sich ein Bild von den zukünftigen Möglichkeiten des Gebäudes für den kulturellen Nutzen zu machen.

WERDOHL ▪ Das Bahnhofsgebäude ist durchaus tauglich für die Pläne, dort kulturelle Einrichtungen wie das Kleine Kulturforum, den Heimatverein und das Stadtarchiv unterzubringen.

Dienstag Nachmittag nahm der Kulturausschuss den linken Gebäudeteil in Augenschein, der zukünftig von der Stadt genutzt wird. In den rechten Gebäudeteil wird bekanntlich die Wohnungsgesellschaft einziehen.

Bereits vor rund einer Woche hatte eine Begehung des Bahnhofsgebäudes stattgefunden, an der neben Bürgermeister Siegfried Griebsch auch Vorstandsmitglieder des Kleinen Kulturforums teilgenommen hatten.

In der Nachbetrachtung dieses Termins stellte Kulturforums-Vorsitzender Dr. Hans Joachim Hultsch fest, dass ein solcher Ortswechsel akzeptabel sei – vorausgesetzt, dass ein Aufzug zu den künftigen Räumen installiert werde; eventuell mit Unterstützung durch Sponsoren. Insgesamt könne man sich vergrößern und habe auch ausreichend Nebenräume zur Verfügung.

Beeinträchtigungen der Veranstaltungen des Kulturforums durch Zuglärm befürchtet Dr. Hultsch nicht. Vielmehr sei er überrascht gewesen, dass man „von zwei dicken Güterzügen nichts gehört“ habe, obwohl das Gebäude über keine Lärmdämmung verfüge.

Auch bei der Besichtigung am Dienstag wurde deutlich, dass vorbeifahrende Züge keine unzumutbare Lärmbelästigung darstellen. Die Abellio-Personenzüge sind ohnehin fast lautlos, nur die langen Güterzüge sind vernehmlich. Bürgermeister Griebsch ist aber sicher, dass mit Hilfe einer modernen Dämmung ein ungestörter Kulturbetrieb möglich sein wird.

In den Katakomben des weitläufigen und verzweigten Kellers soll das Stadtarchiv untergebracht werden. Jüngste Messungen hätten eine für ein Archiv erträglich Luftfeuchtigkeit ergeben. Die vielen Rohre an den Decken und Wänden sollen verkleidet, abgedichtet oder verlegt werden.

Volker Heyn

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