Werdohler Autofahrer wechseln auf Winterreifen

Kfz-Meister Michael Griebsch weiß genau wie viel Profil ein Winterreifen haben muss, damit er noch genügend Sicherheit bei Schnee und Eis bietet: „Mindestens vier Millimeter sollten es sein.“

WERDOHL ▪ Der große Wintereinbruch kam bisher noch nicht, doch bei den Werdohler Autohäusern und Reifenhändlern gibt es wie immer in dieser Jahreszeit genug Arbeit. Fast jeder wechselt bei seinem Pkw von Sommer- auf Winterräder.

„Dieses Jahr ist es aufgrund der Wetterlage etwas entspannter“, betont Kfz-Meister Michael Griebsch vom Renault-Autohaus Berker. Bei den schönen Herbsttagen in den vergangenen Wochen, kamen die Kunden nach und nach in die Werkstatt. Auch Termine können weiter nach hinten verschoben werden.

Ob bei Vergölst, BMW-Kaltenbach oder Renault, die meisten Autofahrer lagern ihre Winterreifen heutzutage direkt bei ihrem Händler ein. „Dann können wir beim Wechsel im Frühjahr auch gleich auf abgefahrene Profile hinweisen und zudem noch einen Vermerk machen“, erläuterte Michael Griebsch. Bei weniger als vier Millimetern Profiltiefe rät der Kfz-Meister zum Kauf neuer Winterreifen. „Gesetzlich sind zwar 1,2 Millimeter noch zulässig, aber da ist die Sicherheit dann nicht mehr gegeben“, meint Griebsch.

Vor allem die seit vergangenem Jahr gültige Winterreifenpflicht sorgte für einige neue Kunden. Bei falscher Bereifung drohen Bußgelder und schnell der Verlust des Versicherungsschutzes.

Ab Temperaturen unter sieben Grad besitzen Winterreifen auf dem Asphalt schon eine bessere Haftung. Dies liegt daran, dass sie mit einer weicheren Gummimischung produziert werden. Spätestens nach fünf bis sechs Jahren sollte man sowieso wechseln, ergänzte Griebsch, da danach die Reifen zu hart werden.

„Die Regel lautet von O bis O“, sagt der Kfz-Meister zur Winterreifensaison und meint damit von Oktober bis Ostern. Das bestätigt auch Volker Altmann von Vergölst. Seit der zweiten Oktoberwoche sind die Mechaniker des Händlers im Dauerstress. Bei BMW-Kaltenbach wurden allein bei einem Reifen- und Räderfrühstück bei 70 Kundenfahrzeugen die Räder gewechselt. Preislich gibt es je nach Reifenhersteller große Unterschiede, doch da warnt Michael Griebsch: „Am Reifen spart man am falschen Ende.“ Ganzjahresreifen sind vor allem hier im Sauerland für ihn keine Alternative: „Vielleicht im Rheinland oder Münsterland.“

Bis Anfang Dezember rechnen alle Werkstätten noch mit Wechselwilligen. Erst dann kehrt wieder Ruhe an der Reifenfront ein.

Von David Schröder

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare