Ausstellung macht Höhen und Tiefen sichtbar

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Sparkassen-Vorstand Mike Kernig (2. von links) überreichte dem HGV-Vorsitzenden Heiner Burkhardt (links) und Arbeitskreis-Chef Manfred Wolf (rechts) den symbolischen Spendenscheck. Auch Bürgermeisterin Silvia Voßloh freute sich über das Engagement der Sparkasse.

Werdohl - Die Ausstellung „Vom Osemund zur Digitalisierung“, die die Industrieentwicklung in Werdohl und dem Lennetal im 19. und 20. Jahrhundert nachgezeichnet hat, ist seit Ostersonntag Vergangenheit. Drei Wochen lang hatte der Heimat- und Geschichtsverein (HGV) im Kleinen Kulturforum Dokumente, Fotos und Filme, aber auch Produkte von Werdohler Unternehmen gezeigt, anhand derer Besucher die wechselvolle Geschichte des produzierenden Gewerbes an Lenne und Verse nachvollziehen konnten.

Mit der Resonanz war der Vorsitzende des HGV, Heiner Burkhardt, weitgehend zufrieden. Deutlich mehr als 300 Besucher seien an den zehn Öffnungstagen gekommen. „Wir hatten auch einige Gruppenführungen“, blickte Burkhardt zurück. Nicht gekommen seien allerdings Schulklassen, bedauerte der HGV-Vorsitzende.

Ex-Bürgermeister Manfred Wolf, der den Arbeitskreis zur Vorbereitung der Ausstellung geleitet hatte, betonte, die Ausstellung habe die Höhen und Tiefen dieses Abschnitts der Stadtgeschichte sichtbar gemacht: Das Dorf Werdohl habe seine Einwohnerzahl zu Beginn der Industriealisierung innerhab von 20 Jahren verdoppeln können. „1910 lebten hier erstmals mehr als 10 000 Einwohner. In den 1960er- und 1970er-Jahren gab es Vollbeschäftigung und hohe Löhne. Dann aber folgte ein Tief durch die Standortentscheidungen der großen Konzerne“, fasste Wolf zusammen.

Gefördert wurde die Ausstellung durch das EU-Programm Leader. Möglich gemacht hatte die Ausstellung auch die Vereinigte Sparkasse im Märkischen Kreis. Sie hatte 5000 Euro beigesteuert, damit der HGV seinen Eigenanteil aufbringen und die Fördermittel beantragen konnte.

„Die Sparkasse steht für einen wichtigen Teil der Industriealisierung in Werdohl, denn sie hat viele größere Investitionen der Betriebe finanziert“, sagte Sparkassen-Vorstand Mike Kernig. Er wies darauf hin, dass die Sparkasse in Werdohl 1879 gegründet worden sei und somit seit fast 140 Jahren fester Bestandteil der Werdohler Wirtschaftsgeschichte sei.

Von der Ausstellung gibt es einen 160-seitigen Begleitband, der beim HGV zum Preis von 10 Euro erhältlich ist (Tel. 0 23 92/1 08 87).

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