Gesamtschule feiert Albert Einsteins Geburtstag

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Ein spannendes Statik-Experiment: Yannik Schulze (zweiter von links) aus der zwölften Klasse baut gemeinsam mit den Fünftklässlern Malik, Justin und Enrico (von links) eine Holzbrücke ohne Schrauben oder Nägel.

Werdohl - Vorsichtig heben Malik, Justin und Enrico zwei Holzstäbe hoch und schieben einen dritten quer darunter. Dann lassen sie die beiden ersten wieder los – die Konstruktion hält. Schritt für Schritt entsteht so eine Brücke, ganz ohne Schrauben, Nägel oder Leim. Dieses und weitere Knobel Spiele hatte die Fachgruppe Mathematik der Gesamtschule zum Geburtstag des Namensgebers der Schule Albert Einstein vorbereitet.

Vor allem für die Schüler der Klassen 5 und 6 seien die Spiele gedacht, sagte Monique Reichmann-Fischer, Leiterin der Fachgruppe Mathematik. Einige ältere Schüler halfen am Freitag mit und leiteten die Mädchen und Jungen an. So wie Yannik Schulze aus der Jahrgangsstufe 12, der mit den Jüngeren zusammen die Holzbrücken aufstellte.

Doch auch die Mathe-Lehrer waren im Einsatz. Gegenüber der Brückenbau-Station saß Volker Thomas neben einem Dia-Projektor. Dieser strahlte eine Wand an, auf der ein Dreiecksmuster klebte. „Die Schüler sollen diese Metallschlingen in das Licht des Projektors halten“, erklärte der Lehrer das Experiment. Der Schatten solle dann genau über eines der Dreiecke passen. „Einige Kinder bleiben richtig lange dabei“, sagte Volker Thomas. „Manche haben aber auch schnell die Flinte ins Korn geworfen.“

Geduld war auch an anderen Stationen gefragt. Ein paar Mädchen und Jungen saßen um einen „Binomischen Spielebaum“ herum. Dieses Spielfeld ist aufgebaut wie eine Pyramide: Oben gibt es ein einziges Startfeld mit ein paar Strichen nach unten, die sich immer weiter verzweigen.

Jeder Mitspieler hat eine Spielfigur auf dem Startfeld und stellt eine zweite auf eines der Zielfelder am unteren Rand des Baumes. Spielziel ist es, mit der oberen Figur zur unteren zu gelangen. An jeder Verzweigung wird gewürfelt. Wer eine gerade Zahl würfelt, zieht mit seinem Hütchen schräg nach rechts unten; bei einer ungeraden Zahl geht es nach links.

„Nach ein paar Spielen merken die Schüler, dass es günstiger ist, seine Zielfigur auf eines der mittleren Felder zu stellen“, erklärte Monique Reichmann-Fischer, worauf es bei diesem Experiment ankam. Die Wahrscheinlichkeit, ein solches Feld zu erreichen, sei höher als bei den Randfeldern.

Doch nicht überall mussten die Kinder knobeln. Celine, Aylin und Joann hatten Scheren, Klebstoff, Farbe und Schablonen vor sich auf dem Tisch ausgebreitet. Aus Schaumstoff schnitten sie Formen aus, die sie auf Papprollen klebten. Die Formen bestrichen sie mit Farbe und rollten sie über Papierstreifen.

„So stellen sie sich wiederholende Muster her“, sagte Reichmann-Fischer. Sie freue sich, dass die Aktion so gut bei den Kindern ankomme. „Die merken gar nicht, dass sie hier Mathe lernen“, sagte die Lehrerin und lachte. - Von Constanze Raidt

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