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Ahe-Hammer für 600.000 Euro saniert: Öffnung im Mai

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Von: Volker Heyn

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Die Männer vom Förderverein freuen sich, dass sich der jahrelange Einsatz für ihren Ahe-Hammer gelohnt hat. Viele Räder auch mit der NRW-Stiftung haben dabei zusammengegriffen, um im Bild zu bleiben.
Die Männer vom Förderverein freuen sich, dass sich der jahrelange Einsatz für ihren Ahe-Hammer gelohnt hat. Viele Räder auch mit der NRW-Stiftung haben dabei zusammengegriffen, um im Bild zu bleiben. © Heyn, Volker

Gute Nachrichten in schlimmen Zeiten zu überbringen war die Mission der Stiftungsvertreterinnen, denen das Industriedenkmal Ahe-Hammer gehört.

Insgesamt 600 000 Euro sind in den vergangenen sechs Jahren in den auf Herscheider Gebiet liegenden Werdohler Hammer gepumpt worden. Mitte Mai soll zum ersten Mal wieder für Besucherführungen geöffnet werden.

Mit größerem Gefolge waren am Montagvormittag die Stiftungsvertreterinnen aus Dortmund ins Tal der Schwarzen Ahe gereist, um sich anzuschauen, wie weit die Wiederherstellung des historischen Hammergebäudes und der Technik darin gediehen ist. Letzter noch ausstehender Schritt ist die Reparatur des Wasserrades, mit dem die Metallbauer Axel und Lars Fischer aus Eveking beauftragt sind. Sie zeigten der Delegation eindrucksvoll, wie mit modernster Lasermesstechnik effektiv gearbeitet werden kann. Ohne das Wasserrad ausbauen zu müssen, werden die zu ergänzenden Teile passgenau in der Werkstatt vorgefertigt.

Metallbauer Lars Fischer aus Eveking vermisst mit einem Lasersystem die Maße der Hammer-Konstruktion.
Metallbauer Lars Fischer aus Eveking vermisst mit einem Lasersystem die Maße der Hammer-Konstruktion. © Heyn, Volker

Denkmaltag an Himmelfahrt geplant

Einer Öffnung Mitte Mai für Besucher und öffentliche Besichtigungen werde nichts mehr im Wege stehen, da waren sich die Stiftungsvertreterinnen und die Männer vom Förderverein einig. An Himmelfahrt könne man vielleicht einen kleinen Denkmaltag anbieten.

Ursula Mehrfeld (rechts) und Martina Grote von den Stiftungen sind die Besitzerinnen des Hammers.
Ursula Mehrfeld (rechts) und Martina Grote von den Stiftungen sind die Besitzerinnen des Hammers. © Heyn, Volker

Ursula Mehrfeld als Vorsitzende der Geschäftsführung der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur ist die Besitzerin des Ahe-Hammers. Diese Stiftung ist operativ tätig, die Finanzierung erfolgt über die NRW-Stiftung, deren Geschäftsführerin Martina Grote am Montag ebenfalls nach Herscheid gekommen war. Die NRW-Stiftung bezieht ihr Geld vorwiegend aus Lotterie-Mitteln. Für den Förderverein saßen Vorsitzender Dr. Michael Eckhardt und sein Vertreter Manfred Buchta mit am Tisch in der Blockhütte neben dem Hammer, auf die vor gut einer Woche noch ein ganzer Baum gefallen war.

Sanierung: Länger und teurer als geplant

Das war hoffentlich die letzte der zahlreichen Überraschungen, die die Sanierung des Ahe-Hammers immer wieder verzögert und verteuert hat. Mehrfeld: „Die Sanierung des Ahe-Hammers hat uns, ebenso wie dem Verein und der Bevölkerung, in den letzten Jahren viel Geduld abverlangt. Im Laufe des Projekts standen wir immer wieder vor neuen, zuvor nicht absehbaren Herausforderungen, die nicht mit Lösungen von der Stange zu bewältigen waren. Zwischenzeitlich wurde sogar die Standsicherheit des Gebäudes infrage gestellt.“ Je mehr am Gebäude und an der Technik angefasst wurde, desto größer wurde der Arbeitsaufwand. Mit rund 300 000 Euro wurden der eigentliche Hammer und das Gebäude saniert, weitere 300 000 Euro kostete die Wiederherstellung des dazugehörigen Teiches.

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