Circus Salto mit abwechslungsreichem Programm

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Wie die Artisten verbeugen sich auch die stolzen Araber-Pferde nach ihrem Auftritt.

Werdohl - Gemütlich liegt Jane zwischen ein paar Kunstpflanzen in der Manege. Doch als sich Tarzan anschleicht, ist es vorbei mit der Ruhe. In Windeseile klettert die Artistin an einem Tau hinauf bis unter das Zeltdach. Mit einem Arm und einem Bein hält sie sich an dem Seil fest, das ihr Partner am Boden erst langsam und dann immer schneller dreht.

Zum Schluss hängt Jane nur mit einem Fußgelenk in einer Schlinge und dreht sich so schnell um sich selbst, dass sie von unten kaum noch zu erkennen ist. Fünf Minuten später steht die Artistin ganz lässig am Zeltausgang und verteilt Tierfutter an die Besucher, die in der Pause die Lamas und Kamele sehen möchten. Im Circus Salto sind eben echte Profis am Werk.

Ein gut zweistündiges Programm gestalten die Artisten auf dem Platz vor dem Vier Jahreszeiten. Neben einigen Akrobatik-Nummern gehören dazu eine Pferdedressur, Jonglage, Clowns und ein Feuerschlucker. Zu jedem Auftritt gibt es die passende Musik: Survivors „Eye of the Tiger“, wenn es bei den Akrobaten spannend wird, klassische Circus-Musik mit Trompeten und Schlagzeug für die Clowns und Americas „Last Unicorn“ für den verträumten Auftritt einer Nixe.

Der Circus Salto ist ein Mehrfamilienbetrieb. Er existiert seit 17 Jahren, ist aber aus dem Circus Atlantic hervorgegangen, den die Gründerfamilie Köllner bereits in der dritten Generation führte. 16 Männer und Frauen aus den Familien Köllner, Renz und Traber arbeiten als Artisten und Tierpfleger mit.

Der jüngste, der in der Manege auftritt, ist der gerade einmal zehnjährige Marco. Er klettert auf einen Tisch, auf dem er drei Stühle aufeinander stapelt. Er erklimmt das oberste Möbelstück und macht darauf einen Handstand. Nicht nur die Kinder im Publikum staunen.

Das ganze Jahr lang ist der Circus Salto unterwegs. Im Dezember gibt es immer ein Weihnachtsprogramm, mit dem die Artisten dieses Jahr in Remscheid auftreten. 50 Tiere reisen mit den Circusfamilien durch’s Land: Pferde, Pudel, Kamele, Lamas, Pythonschlangen und Ziegen. Nicht alle treten auch in der Manege auf, die übrigen können die Zuschauer in der Pause besuchen.

Vorstellungen sind Samstag um 15.30 Uhr und am Sonntag um 11 Uhr. Erwachsene zahlen je nach Sitzplatz zwischen 9 und 14 Euro, für Kinder beträgt der Eintrittspreis zwischen 7 und 13 Euro.

Von Constanze Raidt

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